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Karfreitag und Ostern
Mit den Ostertagen endet wieder die Fasten- und beginnt die österliche Freudenzeit. Viele unterziehen sich von Aschermittwoch bis zur Osternacht – die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag – einer körperlichen und geistigen Reinigung, indem sie aus religiösen oder aus gesundheitlichen Gründen auf den Genuss von Fleisch, aber auch auf Luxusgüter wie z. B. Zigaretten verzichten.
Den Höhepunkt der Fastenzeit bildet der Karfreitag, an dem wir der Kreuzigung Jesu gedenken. Bis heute wird an diesem Tage traditionell Fisch verzehrt, früher klassischerweise Kabeljau. Da es vor der Einführung der (Tief-) Kühltechnik sehr schwierig war, frischen Seefisch in küstenfernen Gegenden anzubieten, wurde er entweder auf Stockgerüsten an der frischen Luft getrocknet und als Stockfisch angeboten oder als Klippfisch durch Salzen und Trocknen haltbar gemacht. Vor der Zubereitung mussten Stockfisch und Klippfisch erst ausgiebig gewässert werden.
Da der Karfreitag sowohl Fasten- als auch Feiertag ist, muss das Fischmahl heutzutage nicht mehr ganz so karg ausfallen. So können wir am Karfreitag guten Gewissens auch aufwendigere Fischgerichte auf den Tisch bringen, wie z. B. Forelle blau oder auch Edelfisch wie frischen Lachs.
Am ranghöchsten kirchlichen Feiertag – dem Ostersonntag – feiern wir die Auferstehung Christi. Da wir dieses Fest jeweils am Sonntag nach dem ersten Frühlingsmond begehen, symbolisiert es außerdem das Frühlingserwachen der Natur. Jetzt grünt und blüht es wieder im Garten und in der Tierwelt werden die ersten Jungen geboren. Das Lamm als Frühlingsbote zählt bis heute zu den klassischen Osterfestbraten – gleichgültig, ob als Lammrücken oder als knusprige Lammkeule zubereitet wird.
zuletzt bearbeitet: 27.03.2010 ![]()
Quelle: Wirths PR

