Einträge der Kategorie 'Nachrichten'

Aktuelle Nachrichten aus der Diabeteswelt, Gesundheitspolitik und mehr für Diabetiker und Diabetes-Interessierte.

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Dienstag, 14. November 2017

Diabetes und Herzerkrankungen

Professor Diethelm TschöpeTypische Herzinfarkt-Warnsymptome fehlen bei Diabetikern: Bei Diabetikern, die einen Herzinfarkt erleiden, fehlen meist die infarkttypischen heftigen Brustschmerzen und damit das entscheidende Warnzeichen für ihre lebensbedrohliche Situation. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist bei circa sieben Millionen Menschen in Deutschland bekannt. Diabetiker haben oftmals eher Angst vor den typischen Spätkomplikationen bei Diabetes wie Erblindung, Nierenversagen oder Amputation, unterschätzen jedoch die erhöhte Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. “Gerade langjährige Diabetiker haben häufig ein sehr schwaches Schmerzempfinden für typische Herzinfarkt-Warnsymptome wie Brustschmerzen, so dass für diese Patienten der Herzinfarkt oft das erste Symptom einer schon lange bestehenden Verkalkung der Herzkranzgefäße ist”, berichtet Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Bei Diabetikern führt die lang bestehende Überzuckerung zur Störung des Nervensystems, so dass sie die typischen Brustschmerzen als Folge der Durchblutungsstörung des Herzmuskels nicht spüren. Nachricht lesen

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Montag, 13. November 2017

“Gesunde Mehrwertsteuer” negiert mündigen Verbraucher

Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Joost Sachgerechte Aufklärung statt reine Fokussierung auf Ernährung: u der heute vorgestellten Studie der Aktion “Gesunde Mehrwertsteuer” zu den Auswirkungen der Besteuerung von Lebensmitteln auf Ernährungsverhalten, Körpergewicht und Gesundheitskosten kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): “Was der Pharmalobbyverein Deutsche Diabetes Gesellschaft hier macht ist eine reine Bevormundung vor allem sozial benachteiligter Menschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Diesen wird jetzt vorgeschrieben, was sie essen dürfen und was nicht - weil sie sich schlicht nicht mehr die komplette Lebensmittelvielfalt leisten können. Außerdem können Modellrechnungen immer nur einen kleinen Teil der Realität abbilden, Prognosen zum menschlichen Verhalten sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Komplexe Substitutionsbeziehungen werden beispielsweise meist nur in sehr geringem Umfang abgebildet. Was wir brauchen, ist sachgerechte Aufklärung statt eine reine Fokussierung auf Ernährung. Diese einseitige Betrachtung ist bei den wissenschaftlichen Kollegen der Herren Hauner und Joost auch höchst umstritten.” Nachricht lesen

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Steuerfreiheit für Obst und Gemüse kann Übergewichtswelle stoppen

Professor Hans Hauner Experten fordern Mehrwertsteuersystem “Ampel Plus”: Ein gestaffeltes System der Mehrwertsteuer für Lebensmittel kann die Zunahme der Fettleibigkeit in Deutschland stoppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hamburg im Auftrag mehrerer Gesundheitsorganisationen. Berechnet wurden Ernährungsverhalten und Gewichtsentwicklung der Bevölkerung, wenn Obst und Gemüse gar nicht, ungesunde Lebensmittel aber höher als bisher besteuert werden. Ergebnis: Ulf Fink, Vorsitzender Gesundheitsstadt Berlin Der Anteil stark übergewichtiger Menschen würde nicht weiter ansteigen, sondern sogar um zehn Prozent sinken. “Die Studie zeigt, dass die Bürger durchaus mehr gesunde Lebensmittel kaufen wollen, bisher aber auch am Preis scheitern”, sagt der Ernährungsmediziner Professor Hans Hauner von der Technischen Universität München. “Die Politik muss daher die Bedingungen schaffen, um eine gute Ernährung für alle zu erleichtern”, fordert CDU-Gesundheitspolitiker Ulf Fink, Vorsitzender Gesundheitsstadt Berlin. Nachricht lesen

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Diabetesbedingte Sterblichkeit in Deutschland höher als erwartet

Altersspezifische Exzess-Todesfälle von Männern und Frauen bei diagnostiziertem Diabetes In der Ausgabe der Zeitschrift “Diabetes Care” veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DDZ ihre Studie über die Anzahl an Todesfällen in Deutschland, die auf eine Diabeteserkrankung und deren Folgen zurückzuführen sind. Weltweit hat sich die Zahl der diabetesbedingten Todesfälle zwischen 1990 und 2010 verdoppelt. Im Jahr 2013 sind schätzungsweise 5,1 Millionen Menschen weltweit und 620.000 Menschen in Europa an einem Diabetes bzw. an diabetesbedingten Folgeerkrankungen gestorben. Damit ist die Lebenserwartung für Menschen mit Diabetes im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre kürzer als bei gleichaltrigen Personen ohne Diabeteserkrankung. Nachricht lesen

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Samstag, 11. November 2017

Diabetesbedingte Wissenschaftspreise und Ehrungen der Deutschen Hochdruckliga 2017

Forschungsansätze zu Therapie(treue) und Prävention von Bluthochdruck gewürdigt: Im Rahmen des 41. Wissenschaftlichen Jahreskongresses “Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln” in Mannheim hat die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention am 10. November 2017 Mediziner und Nachwuchsforscher ausgezeichnet, deren Arbeiten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Hypertonie-Behandlung leisten. Nachricht lesen

Deutsche-Diabetes-Studie begrüßt 1.000. Probanden in Düsseldorf

Diabetes und seine Folgen zählen weltweit zu den zehn häufigsten Todesursachen: In Deutschland leben rund 6,5 Millionen Menschen mit Diabetes. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich an zweiter Stelle. Die seit mehr als zehn Jahren am federführenden Standort in Düsseldorf, dem Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), durchgeführte Deutsche Diabetes-Studie hat nun den 1.000 Studienteilnehmer in die Studie eingeschlossen. In dieser bundesweit an acht Standorten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) organisierten Studie werden Menschen mit einem neu diagnostizierten Diabetes untersucht. Dabei wird erforscht, wie sich der Diabetes im Laufe der Zeit verändert und welche Faktoren für die Entwicklung von Folgeerkrankungen verantwortlich sind. Nachricht lesen

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Freitag, 10. November 2017

Veranstaltung zum Weltdiabetestag in Berlin

Aktuelle Entwicklungen in der Diabetes-Technologie: Zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag am 19. November in Berlin: Diabetes-Technologie ist heute in Kombination mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Welt eine der tragenden Säulen der Diabetestherapie. Viele insulinpflichtige Menschen mit Diabetes nutzen Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM oder FGM), um ihren Stoffwechsel besser einzustellen. Welche aktuellen Entwicklungen es im Bereich Technologie gibt, ist einer der Programmschwerpunkte im Rahmen der über 30 Vorträge, Workshops und Mitmachaktionen. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M) unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums. Nachricht lesen

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Donnerstag, 9. November 2017

Der richtige Insulin-Rhythmus entscheidet

Forscher des HZI und BRICS decken mithilfe mathematischer Modellierung eine mögliche Ursache der Entwicklung eines frühen Diabetes auf: Eine lebenswichtige Funktion der Leber ist es, den Zucker- und den Fetthaushalt im Körper zu regulieren: In Zeiten ohne Nahrungsaufnahme bildet sie den Zucker Glukose und stellt diese Produktion direkt nach dem Essen wieder ein, da nun Glukose über den Darm aus der Nahrung gewonnen wird. Das Signal dafür, keine Glukose mehr abzugeben, erhält die Leber aus der Bauchspeicheldrüse durch das Hormon Insulin. Bei einer Diabeteserkrankung kommt dieses Signal zu spät und abgeschwächt - die Folge ist unter anderem ein zu hoher Blutzuckerspiegel nach dem Essen. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Braunschweiger Systembiologie-Zentrums BRICS haben diese Zusammenhänge mit einem mathematischen Modell für Leberzellen untersucht und festgestellt, dass die Menge des Insulin-Signals nicht allein entscheidend ist, sondern die pulsartige Form der Insulinabgabe an die Leber. Infektionen oder systemische Entzündungen, die die Bauchspeicheldrüse betreffen, können diese Form verändern und so erste Symptome von Diabetes verursachen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal Nature Communications. Nachricht lesen

Zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag in Berlin

Fröhlich und fit im Wiegeschritt - Tanzen regt Stoffwechsel und Herz-Kreislauf an: Regelmäßige Bewegung ist fester Bestandteil einer Diabetestherapie, insbesondere bei Typ-2-Diabetes. Gerade älteren Betroffenen fällt dies aufgrund körperlicher Einschränkungen oder fehlender Motivation jedoch häufig schwer. Für sie eignet sich Tanzen besonders gut, um fitter und aktiver zu werden. Seniorentanz ist einer der Programmpunkte im Rahmen der zentralen Veranstaltung rund um den Weltdiabetestag in Deutschland. Wie jedes Jahr organisiert diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M) sie unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums mit dem diesjährigen Motto “Diabetes - beweg(t) dein Leben!”. Nachricht lesen

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Mittwoch, 8. November 2017

DDZ-Forscher erhält EU-Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Bengt-Frederik Belgardt, Stellvertretende Direktor des Instituts für Betazellbiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) Wissenschaftler untersucht Entstehung von Typ-2-Diabetes auf molekularer Ebene: Dr. Bengt-Frederik Belgardt, Stellvertretende Direktor des Instituts für Betazellbiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), hat vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council ERC) für seine zukünftigen Arbeiten über pathologische Prozesse während der Entwicklung von Diabetes einen “Starting Grant” in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erhalten. Belgardt überzeugte die Jury mit seinem Projekt, das sich um diese Volkskrankheit dreht. Mit den Mitteln aus dem ERC Starting Grant will der Wissenschaftler in den nächsten fünf Jahren am DDZ die molekularen Vorgänge bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes untersuchen. Nachricht lesen