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Preis für besondere Leistungen im Bereich der molekularen Diabetesforschung

DDG zeichnet Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung aus

Prof. Dr. Annette Schürmann Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ehrte am Mittwoch, den 04. Mai 2016, die Forschungsleistungen von Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) mit dem Werner-Creutzfeldt-Preis. Der von Lilly Deutschland gestiftete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Diabetes Kongress 2016 in Berlin statt. Seit 2007 vergibt die DDG den Preis jährlich an einen forschenden Mediziner oder Naturwissenschaftler für außerordentliche Arbeiten auf dem Gebiet der Pathophysiologie und Therapie des Diabetes mellitus. Schürmann erhält den Preis für ihre Leistungen im Bereich der molekularen Diabetesforschung.

Die Molekularbiologin hat mit ihrem Wissenschaftlerteam verschiedene Gene identifiziert und charakterisiert, die für die Diabetesentstehung relevant sind. Ihre Forschung hat zudem wesentlich dazu beigetragen, die zelluläre Regulation der Fettspeicherung und des Glucosetransports aufzuklären. Die durch Annette Schürmann erzielten Erkenntnisse geben schon heute einen tiefen Einblick in die Stoffwechselmechanismen, die der Krankheitsentstehung zu Grunde liegen. Sie bilden somit eine Basis, um Strategien für eine bessere Diabetesprävention und neue Therapieansätze zu entwickeln.

Am DIfE leitet Schürmann die Abteilung Experimentelle Diabetologie und vertritt zudem das Institut als Sprecherin am Deutschen Zentrum für Diabetesforschung e. V. (DZD).

Zur Person von Frau Prof. Dr. Annette Schürmann

Nach ihrem Biologiestudium von 1981 bis 1987 an den Universitäten Münster und Göttingen und ihrer Promotion im Fach Biologie im Jahr 1991 arbeitete Annette Schürmann als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Georg-August-Universität Göttingen und schließlich von 1991 bis 1997 an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. 1997 erhielt sie ihre Habilitation im Fach Pharmakologie.

Nach einem 15-monatigen Forschungsaufenthalt am Department of Immunology La Jolla am Scripps Research Institute in Kalifornien kehrte sie 1999 zurück an die RWTH Aachen, wo sie als wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Pharmakologie und Toxikologie tätig war. Im Juli 2002 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin der RWTH Aachen ernannt. Seit 2002 arbeitet Annette Schürmann am DIfE - zunächst als stellvertretende Leiterin der Abteilung Pharmakologie (2002 bis 2009) und schließlich ebenfalls als Leiterin der Arbeitsgruppe Endokrine Pharmakologie (2004 bis 2009). Im Oktober 2009 nahm sie den gemeinsamen Ruf der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) auf die ausgeschriebene W3-Professur "Experimentelle Diabetologie" an und leitet seitdem die Abteilung Experimentelle Diabetologie am DIfE.

Hintergrundinformationen

Pressemitteilungen zu ausgewählten Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Annette Schürmann:

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsassoziierter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Ursachen und Folgen des metabolischen Syndroms, einer Kombination aus Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck), Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörung, die Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern sowie die biologischen Grundlagen von Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 88 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u. a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Bildunterschrift: Prof. Annette Schürmann
Bildquelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

zuletzt bearbeitet: 15.05.2016 nach oben

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