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Engagement beim Spiel FC Diabetologie gegen FC Bundestag

Pierre Littbarski und Christoph Daum in Berlin wiedervereint

Der Fußballweltmeister von 1990 und 73-fache Nationalspieler Pierre Littbarski (56), heutiger Scout vom VFL Wolfsburg, zieht für den guten Zweck nochmal die Fußballschuhe an. Unter seinem ehemaligen Trainer Christoph Daum, mit dem Littbarski Ende der 80er gleich drei Mal um die Deutsche Meisterschaft spielte, wird er am 31. Mai das offensive Mittelfeld des FC Diabetologie beleben. Im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark findet um 19.00 Uhr im Kleinen Stadion (Eintritt frei!) das Rückspiel des FC Bundestag, bestehend aus Politikern aller Parteien, gegen den von Daum ehrenamtlich trainierten FC Diabetologie, bestehend aus Ärzten, Diabetesberatern und Menschen mit Diabetes, statt. Ziel ist es, an dem Abend den bedrohlichen Anstieg der Diabetespatienten in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Aktuell sind 6,7 Mio. Menschen betroffen. Mit mehr Bewegung und gesunder Ernährung könnte der Ausbruch der Krankheit in vielen Fällen verhindert werden.

Der Kapitän und Torwart des FC Diabetologie, Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe, sieht dem Rückspiel gegen die Politiker mit Freude entgegen: "Wir haben die Politiker im Hinspiel mit 4:0 gewinnen lassen, so waren die Gespräche in der 3. Halbzeit über die gesamtgesellschaftliche Herausforderung des Kampfes gegen Diabetes einfacher. Nun haben wir uns aber mit Pierre Littbarski und den beiden Ex-Schalkern Ingo Anderbrügge und Martin Max herausragende Verstärkung geholt. Das wird schwer für die Politiker."

Als die Bitte vom FC Diabetologie kam, sich für die Prävention von Diabetes einzusetzen und Christoph Daum in Berlin wiederzusehen, hat Pierre Littbarski nicht einen Moment gezögert: "Ich freue mich auf die Stadt, auf das Wiedersehen mit meinem Ex-Trainer und auf die Gespräche mit den Politikern."

Das Thema Bewegung und Prävention liegt ihm dabei besonders am Herzen: "Für mich als ehemaliger Profifußballer ist ein Leben ohne Bewegung undenkbar, schon als Kind war ich Fußball-verrückt. Aber viele Menschen haben eben diese Freude an der Bewegung nicht oder nie gelernt, und das ist ein großes gesellschaftliches Problem", erklärt der gebürtige Berliner Littbarski sein Engagement. "Dauerhaftes Sitzen macht die Menschen einfach krank."

In Deutschland sind aktuell 6,7 Mio. Menschen von Diabetes betroffen. "Genauso viele aktive Fußballer gibt es in Deutschland. Während Fußball aber omnipräsent ist, wird die Krankheit Diabetes in der Gesellschaft viel zu wenig wahrgenommen", erklärt auch Christoph Daum sein ehrenamtliches Engagement für die gemeinnützige Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und deren politische Kampagne "Diabetes STOPPEN - jetzt!", die sich für einen Nationalen Diabetesplan und eine breite Diabetesaufklärung einsetzt (www.diabetes-stoppen.de). Vor gut einem Jahr wurde der FC Diabetologie gegründet, um gegen Politikermannschaften anzutreten. Daum ergänzt: "Diabetes mit seinen dramatischen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputation und Erblindung wird total unterschätzt. Ich setze mich daher gerne für eine breite Aufklärung der Bevölkerung ein. Und Fußball erreicht nun mal eine breite Bevölkerung." Diabetes mellitus Typ 2 ist eine schleichende Krankheit, bei der der Blutzuckerspiegel - unbehandelt - über Jahre hinweg ansteigt, ohne dass die Betroffenen es merken. Risikofaktoren, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, sind neben der genetischen Disposition, Übergewicht sowie ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.

"Meine Spieler und auch die Politiker wollen mit gutem Beispiel voran gehen, und die Freude an der Bewegung als Präventionsmaßnahme in den Vordergrund stellen. Dass wir nun für das Rückspiel sogar einen Weltmeister wie Pierre Littbarski gewinnen konnten, zeigt wie wichtig das Thema Diabetesprävention ist", sagt Daum.

Das Spiel wird finanziell unterstützt vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH)und Astra Zeneca, die 3. Halbzeit mit einer anschließenden politischen Podiumsdiskussion im Zollpackhof zusätzlich von Novo Nordisk. Zur politischen Podiumsdiskussion haben die MdBs Dietrich Monstadt (CDU), Prof. Dr. Edgar Franke (SPD), Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) und Kathrin Vogler (Die Linke) zugesagt.

zuletzt bearbeitet: 02.05.2016 nach oben

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