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Diabetes Mediendialog 2016

Die Zukunft der Diabetesversorgung wird digital

Accu-Check-Connect-Auswertung
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Digitalisierung ist ein Megatrend, der auch die Medizin und die Versorgung von Menschen mit Diabetes massiv verändern wird. Welche Chancen und auch Risiken in dieser Entwicklung stecken, wurde von Experten auf dem Diabetes Mediendialog 2016 diskutiert. So können heute schon Blutzuckermessgeräte digital ausgelesen oder per Apps Gesundheitsdaten versendet werden. Damit diese neuen Technologien für alle nutzbar sind, jedoch der Datenschutz nicht auf der Strecke bleibt, kümmert sich die Politik darum, entsprechende Strukturen zu schaffen. Auch die Diabetologen bereiten sich auf diese Umwälzung in der Versorgung vor. Bereits heute spart die elektronische Dokumentation von Diabetesdaten (z. B. mit Accu-Check® Smart Pix) Ärzten Zeit, die sie für ihre Patienten verwenden können. Auch Kinder mit Diabetes profitieren, wenn mit Hilfe digitaler Lösungen Hürden für die Betreuung in Schule und Kindergarten abgebaut werden.

Dr. Eike Wenzel beim Diabetes Mediendialog 2016 Für den Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel aus Heidelberg ist klar: Die Medizin wird sich aufgrund der Digitalisierung in den nächsten Jahren dramatisch verändern. Und das hat schon begonnen: So werden Gesundheits-Apps auf dem Smartphone oder Sport-Tracker heute schon reichlich genutzt, manche Operationen werden bereits von Robotern ausgeführt oder Patienten in Heim-Dialyse mit dem Arzt vernetzt.

E-Health - Mehr Chancen als Risiken

Tino Sorge beim Diabetes Mediendialog 2016 Auch die Politik trägt den digitalen Umwälzungen Rechnung. So kümmert sich der Bundestagsabgeordnete Tino Sorge als Mitglied im Gesundheitsausschuss sowie im Ausschuss Verkehr und digitale Infrastruktur um die Rahmenbedingungen für diese neuen Technologien. Konkret berichtete Sorge darüber, dass gerade der Datenschutz vielfach als großes Problem bei der Verwirklichung der personalisierten Medizin mittels digitaler Technologien betrachtet wird. Doch Sorge sieht in der technischen Entwicklung mehr Chancen als Risiken. Beispielsweise kann eine bessere Vernetzung und telematische Anwendungen die Versorgung in schwach besiedelten Gebieten verbessern: Schnellere Kontaktaufnahme und genauere Diagnosen werden ermöglicht, Fehlbehandlungen vermieden. Diese digitalisierten und zugleich individualisierten Kommunikationswege und Behandlungsmethoden führen zu wirtschaftlichem Mehrwert und ermöglichen den Patienten eine Betreuung zu Hause.

Zukunft der Diabetologie jetzt gestalten

Dr. med. Nikolaus Scheper beim Diabetes Mediendialog 2016 Nicht nur die Politik, auch die Diabetologie muss für die Zukunft Weichen stellen, so Dr. med. Nikolaus Scheper aus Marl. Er stellte als Co-Autor die "Düsseldorfer Resolution" vor, ein Reformpaket, auf deren Umsetzung sich führende Vertreter der Deutschen Diabetes Gesellschaft, der Patientenverbände sowie der Berufsverband der niedergelassenen Diabetologen geeinigt haben. Neben der Forderung nach verbesserten Ausbildungsbedingungen oder einem Facharzt für Diabetologie ist auch die Digitalisierung ein wichtiges Anliegen der Autoren. So können mit den neuen Technologien Daten besser für die Versorgungsforschung nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus bieten sie die Chance, die Akteure in der angewandten Diabetologie effektiver zu vernetzen. Und nicht zuletzt, so Scheper, könne die Bedeutung der "sprechenden Medizin" durch digitale Lösungen noch zunehmen: indem der Arzt zum Interpreten der Vielzahl an individuellen Daten des Patienten wird.

Digitale Diabetesversorgung - das gibt es schon

Dr. med. Christian Klepzig beim Diabetes Mediendialog 2016 In manchen Regionen Deutschlands hat das digitale Zeitalter schon Einzug gehalten. Wie Dr. med. Christian Klepzig aus Offenbach berichtete, bietet der Integrierte Versorgungsvertrag 'AOK Aktiv & Vital Diabetesmanagement' Ärzten in Hessen erstmals die Chance, für ein digitales "erweitertes Blutzuckermonitoring" eine gesonderte Vergütung zu erhalten. Wie er eindrucksvoll erläuterte, erklärt ein Bild mehr als tausend Worte. Dank des elektronischen Auslesens lassen sich Blutzuckerverläufe schnell und anschaulich darstellen. Und anhand dieser Kurven ist es auch für Analphabeten möglich, zu erkennen, wo die Probleme liegen. Da das mühsame Entziffern schwer leserlicher Tagebücher mit Fett- und Kaffeeflecken entfällt, steht Klepzig mehr Zeit für den Patienten zur Verfügung. Klepzig verwendet im Rahmen des Vertrags die Software Accu-Chek® Smart Pix. Er erwartet mittelfristig eine verbesserte Diabetes-Einstellung, höhere Lebensqualität und möglicherweise auch weniger mikrovaskulären Folgeschäden.

Schulung von Pädagogen hilft, Kinder mit Typ-1-Diabetes zu integrieren

Dr. med. Dorothea Reichert beim Diabetes Mediendialog 2016 Die Zukunft von Kindern mit Typ-1-Diabetes hängt nicht nur von einer guten Blutzuckereinstellung ab, sondern auch von ihren Bildungsmöglichkeiten. Dass es gerade bei jüngeren Kindern in Kindergarten oder Schule häufig zu Problemen kommt, berichtete Dr. med. Dorothea Reichert aus Landau. So werden Kinder mit Diabetes teilweise mit Vorbehalten in Kindergärten aufgenommen, weil sich Erzieher möglichen kritischen Situationen nicht gewachsen fühlen. Das Problem setzt sich mit der Einschulung fort. Auch hier fühlen sich Lehrer hinsichtlich einer Diabetes-Betreuung oft überfordert.
Marlies Neese beim Diabetes Mediendialog 2016 Um dem Abhilfe zu schaffen, hat der Verein "Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Diabetes mellitus e. V." in Rheinland-Pfalz unter der Leitung der ersten Vorsitzenden Marlies Neese ein Pilotprojekt zur Schulung pädagogischer Fach- und Lehrkräfte entwickelt. Ziel ist es, Lehrern und Erziehern die medizinischen Grundlagen zu Typ-1-Diabetes zu vermitteln und über den Umgang mit innovativen technischen Diabeteslösungen zur Blutzuckermessung oder Insulintherapie aufzuklären. So kann z. B. die Unterstützung durch einen Bolusrechner, wie in der Accu-Chek Connect App, helfen, die Therapie zu vereinfachen, Berührungsängste abzubauen und einen reibungsloseren Alltag in Schule und Kindergarten ermöglichen.

Über Roche Diabetes Care Deutschland GmbH

Rund 500 Mitarbeitende arbeiten in der Roche Diabetes Care Deutschland GmbH (RDCD), die als Tochtergesellschaft unter dem Dach der Roche Deutschland Holding GmbH geführt wird und am Standort Mannheim angesiedelt ist. Die eigenständige Vertriebsgesellschaft ist verantwortlich für Marketing, Verkauf und Kundenbetreuung von Diabetes Care Produkten und Lösungen der Marke Accu-Chek® im deutschen Markt. Darüber hinaus berät und betreut der Customer Service von Deutschland aus Kunden in verschiedenen Ländern Europas.
Die Versorgung der Menschen mit Diabetes zu optimieren - dafür setzt sich Roche Diabetes Care mit seiner Marke Accu-Chek® seit mehr als 40 Jahren ein. Zudem unterstützt das Unternehmen Ärzte und Krankenkassen darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Das Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpensysteme, Stechhilfen sowie Datenmanagementsysteme.

Mehr zu den Accu-Chek Produkten erfahren Sie unter www.accu-chek.de im Internet.

Bildunterschriften:
- Accu-Check-Connect-Auswertung mit dem Smart Pix
- Dr. Eike Wenzel
- Tino Sorge
- Dr. med. Nikolaus Scheper
- Dr. med. Christian Klepzig
- Dr. med. Dorothea Reichert
- Marlies Neese
Quelle für alle Bilder: Roche Diabetes Care Deutschland GmbH

zuletzt bearbeitet: 10.03.2016 nach oben

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