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Motivation für die Diabetestherapie erhalten und fördern

Expertenchat mit Pinar Cakmak am 20. Januar 2015

Über sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Ob Medikamente einnehmen, Blutzucker messen oder Insulin spritzen: Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die ein Leben lang rund ums Jahr jeden Tag Aufmerksamkeit erfordert. Therapietreue ist der Dreh- und Angelpunkt der Selbsttherapie. Die Motivation, das Diabetesmanagement gewissenhaft durchzuführen, kann bei Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 mitunter sinken, sei es, weil der Stoffwechsel trotz guter Therapietreue schwer einstellbar ist oder weil ein hoher Blutzuckerspiegel keine Schmerzen verursacht und Folgeerkrankungen häufig erst nach Jahren auftreten. Aber wie erhält und stärkt man als Betroffener seine Motivation? Die gemeinnützige Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe bietet in ihrem Expertenchat die Möglichkeit, Fragen rund um das Thema zu stellen. Diese beantwortet am 20. Januar 2016 Pinar Cakmak, staatlich anerkannte Diätassistentin, Diabetesassistentin DDG und Hypertonieassistentin DHL. Interessierte können ihre Fragen jetzt schon einsenden.

Bei Diabetes mellitus beeinflusst das aktive Mitwirken der Betroffenen den Verlauf entscheidend mit. Dabei sind sie 99 Prozent der Therapiezeit auf sich allein gestellt. Menschen mit Diabetes tragen eine hohe Verantwortung für ihre Versorgung: So müssen sie in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt und ihrem Diabetesberater lebenslang ihre Therapie gewissenhaft steuern und durchführen. Dies beinhaltet in der Regel eine Ernährungsumstellung, Blutzuckerkontrollen und regelmäßige Medikamenteneinnahme beziehungsweise Insulingaben. Dennoch schaffen es nicht alle, kontinuierlich hochmotiviert und -diszipliniert zu bleiben, zum Beispiel in punkto Ernährung. Schließlich möchten sie sich wie Stoffwechselgesunde auch mal etwas gönnen. Und das mehrmals tägliche Blutzuckermessen erinnert sie ständig daran, dass sie chronisch krank sind. Kommt weiterer Stress in anderen Lebensbereichen hinzu, lässt so mancher Betroffene die Therapie über einen kürzeren oder auch längeren Zeitraum schleifen. Ein langfristig schlecht eingestellter Diabetes kann jedoch zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblinden und Amputation führen.

Pinar Cakmak, staatlich anerkannte Diätassistentin, Diabetesassistentin DDG und Hypertonieassistentin DHL weiß, dass im Laufe der Erkrankung die Motivation aus verschiedensten Gründen leiden kann. Sie betont: "Es gilt den Menschen mit Diabetes im Gesamten zu betrachten und auf ihn einzugehen." Im Expertenchat am 20. Januar 2016 gibt sie Diabetikern aus ihrer langjährigen Praxis Tipps und Tricks zur Motivation und beantwortet Fragen rund um das Thema.

zuletzt bearbeitet: 19.01.2016 nach oben

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