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Ohne Süßes ist Weihnachten nur halb so schön

Pressemitteilung: Süßstoff-Verband e.V.

Die Advents- und Weihnachtszeit mit Diabetes genießen

Schokokekse - süß mit Süßstoff Eine Weihnachtszeit mit Verzicht auf Süßes? Ohne Genuss und die Freude an liebevollgestalteten, selbstgemachten Keksen auf bunten Tellern? Für die meisten Menschen ist das nur schlecht vorstellbar, aber für andere ist es ein Muss - auch in der Weihnachtszeit auf Zuckergehalt und Kalorien zu achten. Wer selber backt, der kann auf viele verschiedene süßende Zutaten zurückgreifen und damit selber bestimmen, wie süß und kalorienhaltig es sein soll.

Neben dem weißen Haushaltszucker werden auch andere, zum Teil weniger bekannte Süßungsmittel zunehmend als Alternative angeboten. Beim Einsatz von Agavendicksaft, Reis-Sirup, Birkenzucker, Kokosblütensirup und Co, sollte aber immer darauf geachtet werden, dass die Süßkraft mitunter von der Zuckersüßkraft abweicht und das der Kaloriengehalt häufig nahezu identisch mit der des Zuckers ist. Wer als Diabetiker auch auf die blutzuckersteigernde Wirkung achten muss, sollte sich hier vorher genauestens erkundigen. Ein ernährungsphysiologischer Vorteil der Zuckeralternativen ist zudem schwerlich nachvollziehbar. Der hohe Preis für die süßenden Zutaten ist damit jedenfalls nicht zu rechtfertigen.

Süßkraft

Süßstoffe süßen sehr intensiv. Im Vergleich zu Zucker ist ihre süßende Wirkung 30- bis 3.000 mal höher. Deshalb setzen die Lebensmittelhersteller nur kleine Mengen zum Süßen von Fertigprodukten ein. Auch im Haushalt kann man mit den Tafelsüßen sehr sparsam umgehen.

Wer nach Süßungsalternativen, wie Honig, Vollrohr- oder Vollrübenzucker, Sirup und Fruchtdicksäfte greift, sollte wissen, dass sie einen typischen Eigengeschmack haben. Manche von ihnen liefern zwar geringe Mengen an Mineralstoffen wie Eisen und Kalzium, aber trotzdem bleibt ihr Hauptbestandteil Zucker. Daher wird empfohlen, sie nur sparsam einzusetzen.

Süße ohne Kalorien

Süßstoffe hingegen bieten eine kalorienfreie Alternative zu Zucker, die zudem nicht den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Aber auch hier heißt es: das Rezept muss passen! Denn aufgrund ihrer hohen Süßkraft werden sie nur in geringen Mengen eingesetzt und erreichen daher nicht die gleiche "Bindewirkung" und das Volumen wie Zucker. Deshalb gelingt mit ihnen zum Beispiel nicht jeder Kuchenteig gleichermaßen gut. Problemlos ist die Zubereitung aber von Mürbe-, Hefe-, Quark-, Öl- und Strudelteig und auch alle Füllungen dieser Teige (z. B. Quark- oder Obstfüllungen) können ebenfalls ohne weiteres mit Süßstoff gesüßt werden. Auch manches Rezept zur Weihnachtszeit lässt sich problemlos mit flüssigem Süßstoff oder Streusüße zubereiten. So kann die süße Vielfalt auf dem Weihnachtsteller ergänzt werden, ohne zusätzlich das "Zuckerkonto" zu belasten. Rezept-Tipp von Kandisin: Schokokekse

Flüssigsüße

Die Süßkraft von Flüssigsüße entspricht in der Regel einem Teelöffel Zucker, wobei die Portionsgröße je nach der Marke von einem Tropfen bis zu einem Teelöffel reichen kann. Kalte Getränke und feste Speisen, die gekocht oder gebacken werden, lassen sich am einfachsten mit Flüssig- oder Streusüße zubereiten.

Streusüße

Streusüßen haben eine lockere, feinkörnige Beschaffenheit, daher sind sie besonders geeignet zum Süßen von Obstsalaten und Müslis oder zum Bestreuen von Waffeln und Torten. Auch zum Kochen und Backen können sie verwendet werden. ihr Energieanteil liegt bis zu 90 Prozent niedriger als bei Zucker.

Tabelle: Süße im Überblick

Agaven-Sirup/Agaven-Dicksaft Wird aus dem Saft der in Mexiko beheimateten Agave gewonnen. Hauptbestandteile sind neben Wasser, Fruktose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker), wobei der Fruktose-Anteil deutlich höherer ist. Süßkraft: gavensirup ist süßer als Honig und hat einen karamellartigen Geschmack
Birkenzucker/Xylit Xylit ist ein Zuckeralkohol und wird als sogenannter "Zuckeraustauschstoff" verwendet. Er hat eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, ist jedoch "zahnschonend" Wie alle Zuckeralkohole kann Xylit nicht verstoffwechselt werden, und wirkt somit abführend. Aus diesem Grund ist der Hinweis "kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" auf den Verpackungen gesetzlich vorgeschrieben. Süßkraft: 0,9
Haushaltszucker, Saccharose, Rübenzucker Der Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker und besteht zu gleichen Teilen aus Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Süßkraft: 1,0
Honig Neben Wasser, verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen, Pollen und Invertzucker besteht Honig hauptsächlich aus den Einfachzuckerarten Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) - je nach Sorte in mehr oder weniger hohen Anteilen. Süßkraft: liegt im Durchschnitt bei etwa 1,3.
Kokosblütenzucke Wird aus dem Blütensaft der Kokospalme hergestellt und durch eindicken und kristallisieren zu einem körnigen, zuckerartigen Produkt verarbeitet. Er besteht zum überwiegenden Teil aus Saccharose. Süßkraft kleiner 1,0
Reis-Sirup Zur Herstellung wird gekochter Reis durch Hitze fermentiert, wobei sich die Stärke in Zuckermoleküle spaltet. Reis-Sirup hat kaum Eigengeschmack, nur ein wenig karamellartiges Aroma. Süßkraft: Die Süßkraft hängt vom Grad der Eindickung ab.
Rohrzucker aus Zuckerrohr hergestellter Zucker (Saccharose). Süßkraft: 1,0
Sirup Als Sirup bezeichnet man durch Einkochen eingedickte Obstsäfte. Beim Eindicken erhöht sich der Zuckergehalt. Am gebräuchlichsten sind Apfel-Sirup (Apfelkraut) und Birnen-Sirup (Birnenkraut). Die Süßkraft richtet sich nach dem Grad der Eindickung.
Süßstoffe sind hergestellte oder natürliche Verbindungen, die als energiefreier Zuckerersatz dienen. Sie sind praktisch kalorienfrei und haben eine um ein Vielfaches höhere Süßkraft als Zucker, so dass zum Süßen nur Mengen im Milligrammbereich benötigt werden.

Bildunterschrift: Schokokekse - süß mit Süßstoff
Bildquelle: Kandisin.at/rezepte

zuletzt bearbeitet: 17.12.2015 nach oben

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