Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2015 > 150929b

2.000ster Studienteilnehmer an Nationaler Kohorte in Berlin-Buch

Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz stehen im Mittelpunkt der Studie

Studienzentrum der Nationalen Kohorte (NAKO) Berlin-Nord feiert 2.000sten Studienteilnehmer
Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.
Das Studienzentrum Berlin-Nord der Nationalen Kohorte (NAKO) auf dem Campus Berlin-Buch hat jetzt den 2.000sten Studienteilnehmer begrüßen können. Studienärztin Sabine Mall und das Team des NAKO-Studienzentrums vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) dankten dem Teilnehmer, Thomas Heise aus Zepernick, mit einem Blumenstrauß. Das Studienzentrum Nord ist eines von bundesweit insgesamt 18 Studienzentren, die in die NAKO, der größten Bevölkerungsstudie Deutschlands, eingebunden sind. Ziel dieser Studie ist die Verbesserung der Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Demenz.

Der Leiter des Studienzentrums, der Mediziner und Epidemiologe Prof. Tobias Pischon vom MDC, weist darauf hin, dass die Teilnehmer der NAKO-Studie dazu beitragen, die Ursachen und Risikofaktoren der häufigsten chronischen Krankheiten zu erforschen. Das Studienzentrum Berlin-Nord, das im Frühjahr 2014 seine Arbeit aufgenommen hat, soll im Rahmen dieser Studie bis etwa 2018/2019 insgesamt 10.000 Studienteilnehmer untersuchen.

Berlin hat außer dem Studienzentrum Berlin-Nord auf dem Campus Berlin-Buch noch zwei weitere Studienzentren auf dem Campus Charité-Mitte und auf dem Campus Charité Benjamin Franklin in Steglitz. Sie sollen zusammen 30.000 Studienteilnehmer rekrutieren, erläutert Prof. Pischon, der auch Sprecher aller drei Berliner Studienzentren ist. Sie werden betrieben vom MDC (Studienzentrum Berlin-Nord), der Charité - Universitätsmedizin Berlin (Studienzentrum Berlin-Mitte) sowie dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) (Studienzentrum Berlin-Süd/Brandenburg).

Das Studienzentrum Berlin-Nord auf dem Campus Berlin-Buch ist außerdem eines von insgesamt fünf Studienzentren der NAKO, die mit einem Magnetresonanz-Tomographen (MRT) ausgerüstet sind. Der Tomograph befindet sich in der Berlin Ultrahigh Field Facility am MDC in Berlin-Buch, die von Prof. Thoralf Niendorf geleitet wird. Dort sollen 6.000 der 30.000 Berliner und Brandenburger Studienteilnehmer eine Ganzkörper-MRT-Untersuchung erhalten. Bisher haben in der MRT-Anlage in Berlin-Buch 830 Studienteilnehmer die einstündige Untersuchung absolviert.

Bundesweit sollen in der NAKO-Bevölkerungsstudie insgesamt 200.000 Teilnehmer im Alter von 20 bis 69 Jahren untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt werden. Zusätzlich werden Blut-, Urin-, Stuhl- und Speichelproben gewonnen und für spätere Forschungsprojekte getrennt von den Personendaten unter einer Kennnummer (Pseudonym) gespeichert. Die Teilnehmer werden 20 bis 30 Jahre nachbeobachtet. Dabei werden eventuell auftretende Krankheiten erfasst und mit den Jahre zuvor erhobenen Daten verglichen, um so Risikofaktoren auf die Spur zu kommen.

An der Studie kann nur teilnehmen, wer ein Einladungsschreiben von einem der 18 NAKO-Studienzentren erhält. Die Auswahl der Angeschriebenen erfolgt nach dem Zufallsprinzip anhand von Adressen, die die Forscher von den Einwohnermeldeämtern bekommen haben. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Die Untersuchungen können nur mit Einwilligung der Studienteilnehmer erfolgen, die ihre Teilnahme jederzeit wieder zurückziehen können.

Die Studie wird in den ersten zehn Jahren mit 210 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Länder und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert. Initiiert haben die NAKO die Helmholtz-Gemeinschaft, Universitäten, die Leibniz-Gemeinschaft sowie Einrichtungen der Ressortforschung.

Bildunterschrift: Studienärztin Sabine Mall vom Studienzentrum der Nationalen Kohorte (NAKO) Berlin-Nord (3. v. l.) überreichte dem 2.000sten Studienteilnehmer, Thomas Heise aus Zepernick, einen Blumenstrauß.
Bildquelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Foto: Manuela Stendal, AG Prof. Pischon

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 29.09.2015 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Lasar Liepins

Lasar Liepins

Weitere Angebote:

Diabetes- und weitere Infos in Fremdsprachen

Angesichts der vielen Flüchtlinge zeigt DiabSite, wo es Diabetes- und weitere Gesundheitsinfos auf Arabisch, Persisch, Russisch etc. gibt.