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Die Zukunft des personalisierten Diabetesmanagements

Erfolgreich mit iPDM- und eHealth-Lösungen

Professor Nick Guldemond Mobile Gesundheitslösungen sowie neue Konzepte für das Management und die integrierte Versorgung bei chronischen Erkrankungen gewinnen zunehmende Bedeutung und eröffnen neue Möglichkeiten des Diabetes Managements. Aber werden diese Innovationen auch effektiv eingesetzt? Wie kann ihr Nutzen maximiert werden, um die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes und ihrer Betreuer weltweit zu erfüllen und sie in ihrer täglichen Diabetesroutine zu unterstützen? Wie lassen sich Motivation und Verhaltensänderungen am besten fördern? Namhafte internationale Experten diskutierten diese Fragen auf der Medienveranstaltung von Roche Diabetes Care anlässlich der 51. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Stockholm, Schweden. Sie erläuterten auf welche Weise technologische Innovationen wie AccuChek® Connect und Accu-Chek® Insight sowie der integrierte Versorgungsansatz des personalisierten Diabetes Managements (iPDM) zu besseren Therapieergebnissen beitragen können. Zudem beurteilten sie, wie Menschen mit Diabetes dadurch weniger an ihre tägliche Behandlungsroutine denken müssen und sich weniger eingeschränkt durch ihre Erkrankung fühlen.

Menschen mit Diabetes sind es gewöhnt, ihre chronische Erkrankung das ganze Jahr über die meiste Zeit selbst zu bewältigen. Das sind über 8.700 Stunden im Jahr. Ihren Facharzt sehen sie dagegen im Rahmen der Standardversorgung nur für höchstens fünf Stunden pro Jahr. Das ist weit weniger als die Zeit, die sie auf Facebook verbringen. Diese beträgt über das Jahr gerechnet durchschnittlich vier Tage. Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass sie sich oftmals allein gelassen und überfordert fühlen von den täglichen Belastungen und den vielen Aufgaben, die ihre Erkrankung mit sich bringt. Insbesondere wenn es um die Insulintherapie geht, unterbleiben aus verschiedenen Gründen oft die wichtigen Blutzuckermessungen. Zudem werden Berechnung und Abgabe von Bolusinsulin zur Abdeckung einer Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit oftmals vernachlässigt.

Eine besondere Herausforderung für Betreuer und Diabetologen ist die Verfügbarkeit und die Qualität von Diabetesdaten. Studien zeigen, dass nur rund 50 Prozent der Diabetestagebücher als genau und verlässlich gelten. Zudem vergessen Patienten häufig, ihr Diabetestagebuch zum Arzttermin mitzubringen. So erhält der Arzt oft ein unvollständiges Bild vom Zustand des Patienten, was einen erheblichen Zeitaufwand zur Folge hat: Die notwendigen Daten und Analysen müssen separat beschafft werden, was wiederum die Therapieanpassung erschwert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Komplexität der täglichen Therapieentscheidungen bei gleichzeitiger Bewältigung des Alltags. Um die dringenden Bedürfnisse von Patienten, medizinischem Fachpersonal, aber auch der Gesundheitssysteme zu befriedigen, forderte Professor Nick Guldemond, Universität Utrecht, Niederlande: "Wir brauchen einen Paradigmenwechsel weg von institutionellen Versorgungsmodellen hin zu einem integrierten und netzwerkbasierten Versorgungsansatz. Ich glaube, wir verfügen bereits über ausreichende unterstützende und motivierende Tools und Konzepte, aber wir müssen die Versorgung neu organisieren, um ihren Nutzen zu maximieren." Das integrierte Konzept des personalisierten Diabetes Managements ist für ihn ein Musterbeispiel, das nicht nur die Herausforderungen aller Beteiligten berücksichtigt, sondern auch kurzfristig effektiv umgesetzt werden könnte.

"Der Schlüssel eines guten Diabetes Managements in meiner Praxis ist, sich nicht nur auf die HbA1c-Spiegel zu konzentrieren, sondern auf die strukturierte Blutzuckermessung und die Analyse von Blutzuckerprofilen zu setzen", so Professor Stephan Jacob, Villingen-Schwenningen, Deutschland. "Es ist die einfache Handhabung von Blutzuckermessgeräten und die nahtlose Datendokumentation, die eine optimale Datenauswertung und ein genaueres Therapiemanagement ermöglichen und dazu beitragen, dass sich meine Patienten nicht die ganze Zeit allein gelassen fühlen." In seiner täglichen Praxis bestätigte der Einsatz des Accu-Chek Connect Systems, bestehend aus dem Accu-Chek Aviva Connect Blutzuckermessgerät, der Accu-Chek Connect App mit Bolusrechner und dem Accu-Chek® Connect Onlineportal, die Ergebnisse der ACCRUES-Studie. Diese belegen, dass dieses innovative System helfen kann, die Patientenversorgung erheblich zu verbessern, wobei es gleichzeitig Zeit spart und genaue Ergebnisse liefert.

"Kinder mit Diabetes brauchen ein leicht erlernbares System, um unabhängiger von ihren Eltern zu sein und sich durch ihre Therapie weniger eingeschränkt zu fühlen", so Dr. Til Rendschmidt, Leiter Global Medical and Scientific Affairs Insulin Delivery Systems, Roche Diabetes Care, Deutschland. „Das Benutzerfeedback zum Accu-Chek Insight Insulinpumpensystem zeigt, dass es den kleinen Patienten und ihren Eltern genau dieses Vertrauen und Gefühl gibt, ihre Therapie selbst unter Kontrolle zu haben." Dies unterstrichen Studienergebnisse, die auf dem diesjährigen EASD-Kongress vorgestellt wurden. Die Studienresultate zeigen, dass nicht nur der Schulungsbedarf geringer war, wenn die Patienten ihre Behandlung mit dem neuen Accu-Chek Insight System begannen. Die Patienten lobten auch die einfache Handhabung, die verringerte Anzahl an Bedienungsschritten und die Multifunktionalität des handlichen Systems.

Der Accu-Chek Insight Diabetes Manager dient sowohl zur Blutzuckermessung, als Bolusrechner und zur vollständigen Steuerung der Insulinpumpe. Bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes, die an der 12-monatigen klinischen Studie in Großbritannien und in Österreich teilnahmen, erwies sich das System unter Routinebedingungen als effektiv und sicher in der Anwendung. Die Blutzuckereinstellung verbesserte sich bei den Studienteilnehmern, die von der Insulintherapie mit mehreren täglichen Injektionen auf die Pumpentherapie umstellten, und blieb bei erfahrenen Pumpenträgern dauerhaft verbessert. "Die Option der direkten Auswertung und Reaktion auf die Blutzuckerwerte hat offenbar einen positiven Einfluss auf die Therapietreue und die Behandlungsergebnisse", so Dr. Rendschmidt zusammenfassend.

"Diese Markt- und Patientenerfahrungen sowie das Feedback von Menschen mit Diabetes und ihrer Betreuer zeigen uns ganz klar, dass unser Ansatz des integrierten personalisierten Diabetes Managements und die Lösungen, die wir zu dessen Umsetzung bereitstellen, schon jetzt einen positiven Einfluss auf das tägliche Diabetes Management haben, so Luc Vierstraete, Global Head of Roche Diabetes Care. "Da der Nutzen jedes einzelnen Schrittes des personalisierten Diabetes-Management-Zyklus nachgewiesen ist, sind wir zuversichtlich, dass wir als Unternehmen nicht nur Werte im Sinne von verbesserten Therapieergebnissen schaffen, sondern auch zu besseren Versorgungsstrukturen beitragen." Luc Vierstraete erklärte abschließend: "Wir werden auch in Zukunft innovative Lösungen entwickeln und vermarkten, um jedem Menschen mit Diabetes eine optimale und effiziente Therapie zu ermöglichen und die Belastung durch diese chronische Erkrankung zu reduzieren. Unser klares Ziel ist, dazu beizutragen, dass sich Menschen mit Diabetes weniger mit ihrer täglichen Diabetesroutine befassen müssen. Gleichzeitig wollen wir das Potenzial des integrierten personalisierten Diabetes Managements voll ausschöpfen, um zu einem ressourcenschonenden und effizienten Einsatz der nationalen Gesundheitsbudgets beizutragen."

Über personalisiertes Diabetes Management

Das heutige Diabetesmanagement ist geprägt durch einen zunehmenden Grad der Personalisierung mit starker Konzentration auf die individuellen Blutzuckerprofile des Patienten und das Wissen um die Bedeutung von Blutzuckerschwankungen bei der Prävention von Spätkomplikationen wie kardiovaskulären Erkrankungen. Deshalb erforscht Roche Diabetes Care neue Möglichkeiten eines effektiveren Therapiemanagements. Außerdem entwickelt das Unternehmen integrierte Konzepte, die effiziente Funktionen zur Auswertung individueller Blutzuckerprofile bieten und dadurch Feedbackschleifen und effektive, fundierte Entscheidungen sowie einen besseren Arzt-Patienten-Dialog ermöglichen. Dies entspricht zudem der Überzeugung, dass eine bessere Integration der für den Patienten relevanten therapeutischen Aspekte die Motivation und Therapietreue des Patienten erhöht und damit auch die Behandlungsergebnisse verbessert. Roche Diabetes Care arbeitet engagiert an der Verwirklichung einer erfolgreichen und medizinisch effektiven Diabetesbehandlung gestützt auf das Konzept das personalisierten Diabetes Managements und die Bereitstellung sämtlicher notwendiger Komponenten für dessen Umsetzung.

Über Roche Diabetes Care

Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management Systeme und Services. Es Menschen mit Diabetes zu ermöglichen, ein fast normales und aktives Leben zu führen - dafür setzt sich die Marke Accu-Chek seit mehr als 35 Jahren ein. Zudem unterstützt sie Ärzte und andere medizinische Fachkräfte darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Accu-Chek bietet Menschen mit Diabetes und ihren Versorgern innovative Produkte und wirkungsvolle Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetesmanagement. Das Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpensysteme, Stechhilfen sowie Systeme für das Datenmanagement und Schulungsprogramme - die zu einem verbesserten Therapieergebnis beitragen. Weitere Informationen finden Sie unter www.accu-chek.de. Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Bildunterschrift: Professor Nick Guldemond
Bildquelle: Roche Diagnostics Deutschland GmbH

zuletzt bearbeitet: 26.09.2015 nach oben

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