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Diabetes und die Eigenverantwortung der Patienten

Langfristige intensive Blutzuckerkontrolle senkt Risiko für viele Krankheiten

Eine intensive Kontrolle des Blutzuckerspiegels über viele Jahre kann das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und Amputationen bei Typ-2-Diabetes deutlich senken. Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, die im Fachmagazin 'New England Journal of Medicine' veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass sich das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche oder eine Amputation bei engmaschiger, dauerhafter Blutzuckerkontrolle um 17 Prozent senken ließ. Laut den Forschern müsse der HbA1C-Wert, ein Maß für den langfristigen Blutzuckerwert, der einen Rückschluss auf die Qualität der Blutzuckereinstellung in den letzten acht bis zwölf Wochen erlaubt, aber nicht auf extrem niedrige Werte abgesenkt werden. Die positiven Langzeiteffekte stellten sich bei einem durchschnittlichen HbA1C-Wert von acht Prozent ein. Allgemein werden für Menschen mit Diabetes HbA1C-Werte zwischen 6,5 und 7,5 Prozent empfohlen.

Den Wissenschaftlern zufolge sei neben der Blutzuckerkontrolle und Absenkung des HbA1C-Wertes aber noch wichtiger, auch andere Herz-Kreislauf-Risikofaktoren zu überwachen. Ist ein Langzeitblutzucker-Wert von etwa acht Prozent erreicht, müsse die Behandlung des Patienten zusammen mit dem Arzt in Abhängigkeit vom Herz-Kreislauf-Risiko, familiärer Vorgeschichte, Alter oder Rauchen individualisiert werden.

Quellen

zuletzt bearbeitet: 04.08.2015 nach oben

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