Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2014 > 140925

Verbesserung der Diabetes-Versorgung

Vernetzte Systeme für das Personalisierte Diabetes Management

Accu-Chek Connect
Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.
Im Rahmen des EASD-Kongresses in Wien diskutierten Experten über neue, digitale Lösungen zur Verbesserung der Diabetes-Versorgung und zur Optimierung des Diabetes Managements. Mobile Gesundheitslösungen (mHealth) wie beispielsweise das Accu-Chek® Connect System tragen zu dieser Entwicklung bei: Auf Basis der innovativen Technik können persönliche Diabetesdaten von Arzt und Patient virtuell eingesehen und bewertet werden. Die dadurch entstehende Transparenz ermöglicht schnelle Absprachen zwischen allen Beteiligten sowie eine lückenlose Übersicht.

In der Regel managen Menschen mit Diabetes ihre Behandlung und ihren Alltag weitgehend eigenständig: Besprechungen mit dem behandelnden Arzt sind hierbei nur in geringem Maß vorgesehen. Da im Alltag jedoch oftmals Fragen auftreten und insbesondere die Insulintherapie erhöhte Aufmerksamkeit bei Bolusberechnung und Blutzuckermessung erfordert, sind neue vernetzte Lösungen gefragt. Denn häufig ist es dem Arzt nur allein anhand manueller Aufzeichnungen nicht möglich, einen Gesamtüberblick über den Therapieverlauf zu erhalten und die Behandlung entsprechend anzupassen.

Unterstützung für Arzt und Patient

Je besser Patienten sich mit ihrer Erkrankung auskennen und diese in den Alltag integrieren können, desto besser ist auch die individuelle Motivation zum proaktiven Umgang mit der Stoffwechselstörung, schlussfolgern Experten. Eine Möglichkeit, auf die Bedürfnisse aller Beteiligten in gleicher Weise einzugehen, ergibt sich mit dem aktuellen mHealth-Trend, der auf dem EASD-Kongress vorgestellt wurde.

Dazu gehört auch das neue Accu-Chek® Connect System: Es besteht aus dem Blutzuckermessgerät Accu-Chek Aviva Connect, der mobilen Accu-Chek Connect App sowie dem webbasierten Accu-Chek® Connect Onlineportal, das eine schnelle und effiziente Kommunikation erlaubt. Das System folgt einem einfachen Prinzip: Die Blutzuckerwerte werden wie gewohnt mit der Accu-Chek Aviva Technologie gemessen, vom Blutzuckermessgerät über Bluetooth an die App geschickt und auf das Onlineportal übertragen. Damit haben Menschen mit Diabetes ihre Daten immer und überall dabei und auch die Qualität des Informationsaustauschs mit dem Arzt kann gesteigert werden. Das Mitbringen des Blutzuckermessgerätes und das Auslesen in der Praxis entfallen komplett. Dieses System verbindet alle Beteiligten und erleichtert somit Datenerhebung, Dokumentation und Analyse, indem das Therapie-Monitoring alltagstauglich gemacht wird - positive Nebeneffekte hiervon sind Zeitersparnis und verbesserte Kommunikation.

Patientenzentrierte Technik

Bolusrechner gewinnen bei der Steuerung der flexiblen Insulintherapie immer mehr an Bedeutung. Dabei sind sie nicht nur eine praktische Sache, da die aufwändige Rechnerei mit Blutzuckerwerten und Kohlenhydraten entfällt. Neueste Studiendaten, auf dem EASD vorgestellt von Signe Schmidt, Endokrinologin aus Hvidovre, Dänemark, zeigen zudem, dass sie einen substanziellen Mehrwert bieten können: Sowohl in Bezug auf die Verbesserung der HbA1c-Werte als auch im Hinblick auf eine bessere Blutzuckerkontrolle. Beobachtungen von Patienten, die einen Bolusrechner benutzen, haben ergeben, dass sie dessen Einsatz als sehr hilfreich empfinden und sich sicherer fühlen. Außerdem werden Zusammenhänge zwischen Kohlenhydratmengen und Bolusgabe besser verstanden.

Neben dem in der Accu-Chek Connect App integrierten Bolusrechner haben Menschen mit Diabetes hier erstmals auch die Option, Fotos von einzelnen Mahlzeiten mit dem Smartphone aufzunehmen, mit der Kohlenhydratschätzung zu kombinieren und im elektronischen Tagebuch zu speichern. So können auch nachträglich Kohlenhydratschätzung und Bolusabgabe überprüft und gegebenenfalls mit dem Arzt besprochen werden.

Innovative Technologien sollten immer zum jeweiligen Patientenalltag passen, wie Professor Thomas Danne, Diabetes-Zentrum für Kinder und Jugendliche Auf der Bult, Hannover, erklärte. "Kinder und Jugendliche mit Diabetes haben beispielsweise ganz spezifische Therapiebedürfnisse, die erfüllt werden müssen." So bräuchten Babys und Kleinkinder z. B. sehr kleine Insulin-Dosierungsmöglichkeiten, da die Basalrate sowie deren Erhöhung sehr gering sind. Doch auch der einfache Wechsel der Insulinampulle oder eine Funktion für automatischen Bolusvorschlag werden häufig geäußert. "Wir brauchen medizinische Systeme und Lösungen für eine intuitive Nutzung, da sich die Zahl der Kinder mit Diabetes unter fünf Jahren bis ins Jahr 2020 wahrscheinlich verdoppeln wird. Dies stellt auch eine Herausforderung für die Betreuer dar." Auch hier bietet Roche Diagnostics mit dem bald verfügbaren Accu-Chek® Insight System eine neue Lösung für die Insulinpumpentherapie, die insbesondere bei der Behandlung von Kindern viele Vorteile bietet.

Bildunterschrift: Accu-Chek Connect
Bildquelle: Roche Diagnostics Deutschland GmbH

zuletzt bearbeitet: 25.09.2014 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Dr. phil. Axel Hirsch

Dr. phil. Axel Hirsch

Weitere Angebote:

Diabetes- und weitere Infos in Fremdsprachen

Angesichts der vielen Flüchtlinge zeigt DiabSite, wo es Diabetes- und weitere Gesundheitsinfos auf Arabisch, Persisch, Russisch etc. gibt.