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Diabetes STOPPEN - jetzt! - heißt auch Folgeerkrankungen vermeiden

Schlechte Blutzuckereinstellung führt zu Schäden an Augen, Füßen und Nieren

"Diabetes STOPPEN - jetzt!" - die gesundheitspolitische Kampagne von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe weist auf die dramatischen Folgeerkrankungen bei Diabetes hin. Diese treten bei vielen Menschen mit Diabetes durch einen langjährig schlecht eingestellten Diabetes mellitus auf: Eine davon ist die diabetische Nephropathie. In Deutschland sind mehr als 50 Prozent der Menschen, die eine maschinelle oder Bauchfelldialyse durchführen müssen, Diabetiker. Eine weitere häufig auftretende Komplikation ist das diabetische Fußsyndrom. Rund 300.000 Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 leiden daran, jährlich werden etwa 40.000 Amputationen aufgrund dessen durchgeführt. Bis zu 85 Prozent aller Menschen mit Typ 1 haben nach 25 Jahren Schäden an der Netzhaut ihrer Augen. Von den Typ-2-Diabetikern sind 15 bis 20 Jahre nach Beginn der Erkrankung bis zu 80 Prozent betroffen. Jedes Jahr erblinden etwa 2.000 Menschen aufgrund einer diabetischen Retinopathie.

Die Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen sind oft gravierend: Die diabetische Nephropathie führt im Endstadium zur Dialysepflicht. Beim diabetischen Fußsyndrom entstehen schlecht heilende Fußwunden. Ursache hierfür sind Durchblutungsstörungen oder diabetesbedingte Nervenschäden. Innerhalb weniger Tage können dadurch unbemerkt aus kleinen Rissen oder Druckstellen schwere Infektionen mit tiefen Wunden entstehen. Sie können zum Absterben des betroffenen Gewebes führen und die Amputation einzelner Zehen oder größerer Teile des Fußes notwendig machen. Die diabetische Retinopathie beginnt und verläuft zunächst meist schleichend ohne merkbare Sehstörungen. So kommt es, dass Ärzte etwa bei jedem dritten Typ-2-Diabetiker bereits bei der Diagnose Schäden am Auge nachweisen.

Um darauf aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen, hat diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe in 2014 die in 2013 gestartete gesundheitspolitische Kampagne "Diabetes STOPPEN - jetzt!" fortgesetzt. Im Rahmen der Pressekonferenz morgen in Berlin stellen Experten aktuelle Zahlen und Fakten zu diesen Folgeerkrankungen vor und erörtern, welche Maßnahmen ihre Zunahme aufhalten könnten. Referentin Diana Droßel als Diabetesberaterin geht aus eigener Betroffenheit darauf ein, wie erblindete Menschen mit Diabetes mit den Folgen einer solchen Komplikation leben.

zuletzt bearbeitet: 09.09.2014 nach oben

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