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Diabetesforscher eröffnen neues Institut in Mainz

Ohne Studienteilnehmer kein Fortschritt

ClampArt-Station An der Volkskrankheit Diabetes mellitus leiden zurzeit etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland - Tendenz steigend. Was kaum einer weiß: Jeder kann als Studienteilnehmer die Diabetes-Forschung aktiv unterstützen. Mit der Neueröffnung des renommierten Auftragsforschungsinstituts Profil in der Malakoff-Passage in Mainz, wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung ambitionierte und zukunftsweisende Diabetesforschung getan. An den nunmehr zwei Standorten in Deutschland - Neuss und Mainz - werden in klinischen Studien neue Wirkstoffe und Wege zur Verbesserung der Diabetes-Therapie getestet. Hierfür brauchen Institute wie Profil jedoch permanent freiwillige Studienteilnehmer, die gemeinsam mit Ärzten und Wissenschaftlern nach innovativen Behandlungsmöglichkeiten suchen. Ein weiterer Anreiz für die Teilnehmer: eine studienabhängige Aufwandsentschädigung zwischen 500 und 5.000 Euro für ihren Einsatz.

Seit über 15 Jahren arbeitet das Auftragsforschungsinstitut Profil gemeinsam mit der Pharmaindustrie daran, dass neue Arzneimittel für die Diabetes-Behandlung und die damit einhergehenden Erkrankungen entwickelt werden können. Dazu gehören auch die Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe und der technischen Möglichkeiten zur Verabreichung von Insulin. Zu nennen sind hier vor allem vielversprechende Forschungsansätze zur Verabreichung von Insulin in Tablettenform und die zuverlässige Blutzuckermessung ohne Stechen. Auch die kontinuierliche Glukosemessung als Bestandteil einer künstlichen Bauchspeicheldrüse wird bei Profil in Neuss und Mainz erforscht und wäre ohne die freiwilligen Studienteilnehmer nicht umsetzbar.

Jeder kann helfen

Wer grundsätzlich Interesse hat, an klinischen Studien teilzunehmen, kann sich jederzeit bei Profil in der Datenbank registrieren. Die Studienteilnahme ist ab 18 Jahren für Typ-1- und 2-Diabetiker sowie nicht-Diabetiker möglich. Hierzu werden bei der Registrierung u. a. Alter, Lebensgewohnheiten und weitere Angaben abgefragt, die wichtig sind, da je nach Studie unterschiedliche und oftmals sehr detaillierte Anforderungen an die Teilnehmer gestellt werden - zu bestmöglichen Forschungsergebnissen. Stimmen Anforderungsprofil und die Daten eines "Bewerbers" überein, so wird er im Rahmen eines ausführlichen persönlichen Vorgesprächs mit einem betreuenden Arzt über die Ziele der Studie, das Prüfprodukt und den Ablauf aufgeklärt. Erst wenn alle offenen Fragen geklärt sind und eine schriftliche Einwilligung vorliegt, kann der Teilnehmer in die Studie aufgenommen werden.

Die Studien laufen in drei Phasen ab: der Voruntersuchungs-, der Behandlungs- und der Abschlussphase. Die Phasen bauen aufeinander auf und gewährleisten bestmögliche Sicherheit und Forschungsqualität. Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich dabei nach dem Aufwand, der je nach Studie unterschiedlich sein kann. Ein weiterer Vorteil: "Im Vorfeld der Studienteilnahme wird jeder Teilnehmer zudem gründlich von einem unserer Studienärzte untersucht und befragt. Diese Untersuchung ist für ihn und seine Krankenkasse kostenlos", weiß Dr. Tim Heise, Geschäftsführer bei Profil.

Ohne klinische Studien keine neuen Medikamente

Klinische Studien sind notwendig, um Erkenntnisse über die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit neuer Medikamente zu gewinnen. Um größtmögliche Sicherheit, Transparenz und Qualität zu gewährleisten, gelten weltweit strenge Standards für die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln. Zahlreiche Gesetze und Richtlinien regeln Inhalte, Anforderungen und Abläufe der Studien. Deshalb schreibt der Gesetzgeber im Arzneimittelgesetz vor, dass und wie neue Medikamente klinisch, das heißt am Menschen, geprüft werden müssen. In Deutschland werden diese Studien vor Beginn vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) detailliert geprüft und genehmigt. Ebenso muss der Prüfung auch die zuständige Ethik-Kommission zustimmen. Diese Kommission kontrolliert, ob die jeweilige Studie ethisch und rechtlich vertretbar ist, also ob die rechtlichen und gesundheitlichen Aspekte zum Schutz der Teilnehmer im Rahmen dieser Studie gewährleistet sind. Auch bei Profil hat die Sicherheit und das Wohlbefinden der Studienteilnehmer oberste Priorität. Das gilt sowohl für den Ablauf selbst, als auch für die Einhaltung des Datenschutzes.

Alle Studien, die das Auftragsforschungsinstitut durchführt, werden durch die Ethikkommission überprüft, medizinische Versorgung und Kontrolle vor, während und nach der Studie sind rund um die Uhr gewährleistet, zudem beantworten die Mitarbeiter jederzeit gerne alle Fragen. Die persönlichen und medizinischen Daten der Teilnehmer behandelt Profil streng vertraulich im Sinne des Datenschutzes und der ärztlichen Schweigepflicht. Wer die Diabetesforschung aktiv unterstützen möchte und sich über aktuelle Studien bei Profil informieren will, wird gerne vorab telefonisch beraten.

Bildunterschrift: ClampArt-Station
Bildquelle: Profil Institut für Stoffwechselforschung GmbH

zuletzt bearbeitet: 28.02.2014 nach oben

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