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Motivation von Diabetespatienten

Pressemitteilung: BERLIN-CHEMIE AG

Die menschliche Komponente

Eine Ärzte-Befragung der Berlin Chemie AG zeigt: Bei Erstdiagnose und Ersteinstellung auf Insulin ist die gezielte Motivation von Patienten mit Typ-2-Diabetes besonders wichtig. Das hilfreichste Tool zur Patientenmotivation, so die Meinung der befragten Ärzte, ist der persönliche Kontakt zum Patienten.

Die Motivation von Patienten hat Einfluss auf den Therapieerfolg und ist insbesondere für chronisch kranke Menschen wie z. B. Diabetiker von elementarer Bedeutung. Im Auftrag der Berlin-Chemie AG wurde eine Face-to-Face-Befragung[*] durchgeführt, um u. a. zu klären, wie Ärzte die Motivierbarkeit ihrer Patienten einschätzen und welchen Einfluss Komplikationen im Krankheitsverlauf auf die Motivation haben. Auskünfte erteilten insgesamt 188 Ärzte, jeweils rund zur Hälfte aus Klinik und Praxis, überwiegend mit Facharztausbildung in den Bereichen Innere Medizin (78 %) und Diabetologie (40 %). Der geschätzte Anteil an Diabetespatienten im jeweiligen Arbeitsbereich lag im Mittel bei 48 % (Median: 40%).

Sensible Phasen der Patientenbetreuung

In welcher Krankheitsphase ist es am schwersten, Patienten mit Typ-2-Diabetes zur Durchführung einer adäquaten Diabetestherapie zu motivieren? Am häufigsten genannt wurde in dieser Befragung die Ersteinstellung auf Insulin (44 %), gefolgt von der Erstdiagnose (29 %). Nur 15 % der befragten Ärzte beurteilten den weiteren Verlauf einer Insulintherapie als schwierigen Zeitraum im Hinblick auf die Motivation. Auch die Erstmedikation wurde als vergleichsweise unproblematisch bewertet (9 %). Und nur wenige Mediziner benannten einen negativen Einfluss von Folgeerkrankungen, wie z. B. das diabetische Fußsyndrom (8 %) oder diabetische Neuropathien bzw. Nierenerkrankungen (jeweils 6 %), auf die Motivation ihrer Patienten.

Persönlicher Kontakt motiviert

Die Erfahrung der Umfrageteilnehmer zeigt: Das hilfreichste Tool zur Patientenmotivation ist der persönliche, direkte Kontakt zum Patienten. An erster Stelle stehen dabei regelmäßige Gespräche bzw. Visiten - darin waren sich die Ärzte einig (85 %). Ebenfalls sehr wichtig sind gute Schulungen (79 %), die Einbeziehung des sozialen Umfeldes (66 %) und Selbsthilfegruppen (52 %). DMP-Programme und der "allgemeine Wandel des Zeitgeistes hin zu einem gesünderen Lebensstil" werden von jeweils einem Drittel der Ärzte als hilfreich empfunden, moderne Medien wurden eher selten genannt (Smartphone-Apps 13 %, Internet 9 %, Telemedizin 5 %).

Intensive Betreuung der Patienten

Laut dieser Umfrage gehören Erstdiagnose und Ersteinstellung auf Insulin zu den besonders schwierigen Situationen im Krankheitsverlauf von Menschen mit Diabetes mellitus. Das ist unabhängig davon, ob die Patienten im niedergelassen Bereich oder im Krankenhaus vorstellig werden. In diesen beiden für die Patienten oft sehr belastenden Situationen ist daher eine intensive und engmaschige Betreuung durch Fachleute besonders wichtig. Zeitpunkte für Patientenschulungen in diese Phasen zu legen, wie es üblicherweise der Fall ist, erscheint daher optimal. Auch die Wahl des Insulins sollte sich an den Bedürfnissen des Patienten orientieren, denn, darauf deutet das Befragungsergebnis hin: Sind Patienten erst einmal erfolgreich auf ein für sie passendes Insulin eingestellt, lassen sie sich vergleichsweise leicht dazu motivieren, ihre Therapie adäquat fortzuführen.

Die Zukunft: Innovative Konzepte für Patienten und Angehörige

Modernen Medien messen die befragten Ärzte bislang noch keinen hohen Stellenwert als Tool zur Motivationsförderung bei. Allerdings ist zu erwarten, dass im Zuge des gesellschaftlichen und demographischen Wandels in Zukunft immer mehr Menschen an Diabetes erkranken werden, die mit neuen Kommunikationsmitteln aufgewachsen sind oder diese in ihrem Berufsleben und Alltag intensiv nutzen bzw. genutzt haben. Sinnvoll eingesetzt und mit der persönlichen Expertise des Arztes als der wichtigsten Motivationshilfe kombiniert, dürfte der Stellenwert moderner Medien als motivationsfördernde Instrumente in Zukunft steigen.

Quelle: 2013 wurden im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) in Wiesbaden und der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) in Leipzig 87 bzw. 101 Mediziner mittels standardisiertem Fragebogen befragt.

zuletzt bearbeitet: 05.11.2013 nach oben

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