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Neue Form des Diabetes mellitus nachgewiesen

Wissenschaftspreise der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie 2013

Am 6. Oktober 2013, hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie im Rahmen ihres Jahreskongresses eine Reihe von Preisen an ausgewählte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch exzellente Forschungsleistungen ausgezeichnet haben. Die Fachgesellschaft würdigt zur Förderung nephrologischer Forschung und Wissenschaft damit besonders wegweisende Arbeiten im vergangenen Jahr oder kontinuierliche Forschungsarbeiten auf einem oder mehreren Gebieten.

Carl-Ludwig-Preis

Mit dieser Auszeichnung werden einzelne, wegweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten geehrt. Einer der beiden diesjährigen Träger des Carl-Ludwig-Preises ist Dr. Thimoteus Speer aus Homburg/Saar. Dr. Speer erhält den Preis für eine herausragende Forschungsarbeit, die nahe legt, dass High-Density Lipoprotein (HDL) bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz zu einem roatherogenen Lipoprotein wird, womit ein neuer Risikofaktor für die Entstehung kardiovaskulärer Ereignisse identifiziert ist.

Der zweite Preisträger in diesem Jahr ist Prof. Dr. Marcus D. Säemann aus Wien. Zum Thema PostTransplant Diabetes (NODAT) bei nierentransplantierten Patienten wiesen seine Analysen eine völlig neuartige Form des Diabetes mellitus nach, die sich vom klassischen Typ-2-Diabetes mellitus grundlegend unterscheidet, deshalb andere therapeutische Implikationen hat und derzeit intensiv von ihm erforscht wird.

Hans-U.-Zollinger-Forschungspreis

Der Hans-U.-Zollinger-Forschungspreis wird durch eine Stiftung der Firma Roche Pharma AG ermöglicht und zeichnet wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Immunologie der Nierenerkrankungen und Nierentransplantation aus. In diesem Jahr erhält ihn Dr. Helmut Hopfer aus Basel (CH) für seine Studie zum Thema "Resolving Polyomavirus-Nephropathy" im Bereich der Nierentransplantat-Pathologie.

Nils-Alwall-Preis für Klinische Nephrologie

Dr. Anja Haase-Fielitz aus Magdeburg erhält den Nils-Alwall-Preis 2013, mit dem die DGfN Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der klinischen Nephrologie fördert. Die Preisträgerin möchte mit ihren Arbeiten die Inzidenz der akuten Nierenschädigung und der assoziierten Morbidität bzw. Mortalität reduzieren. Ihr wissenschaftliches Profil spiegelt sich in einer Vielzahl hochrangiger Publikationen und einem hohen Maß an internationalen Kooperationen wider.

Bernd-Sterzel-Preis für nephrologische Grundlagenforschung

Speziell zur Ehrung besonderer Arbeiten im Bereich der Grundlagenforschung wurde in diesem Jahr erstmalig der Bernd-Sterzel-Preis ausgelobt und an Dr. Ivica Grgić aus Marburg vergeben. Er konnte bereits mehrere neuartige Erkenntnisse in der Erforschung der Pathomechanismen von renaler Fibrose und der Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen gewinnen.

Rainer-Greger-Promotionspreis

Für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergibt die DGfN neben mehreren Stipendien den Rainer-Greger-Promotionspreis. Ausgezeichnet wurde 2013 zum einen Dipl.-Ing. Barbara Reich aus Regensburg. In ihrer herausragenden Arbeit wurde im Modell der unilateralen Ureterobstruktion gezeigt, dass Fibrozyten in vivo nicht aus den klassischen Monozyten entstehen. Weiterhin ist es gelungen, Fibrozyten nur mit Hilfe von extrazellulären Oberflächenantigenen zu charakterisieren und zu depletieren. Zum anderen erhält Dr. Mi Ryu aus München diesen Preis für ihre international prämierte Promotionsarbeit "Role of TNF-α on progressive glomerulosclerosis in Alport nephropathy".

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 08.10.2013 nach oben

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