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Rauchen fördert Diabetes-Entstehung und verschlechtert die Prognose

Pressemitteilung: diabetesDE

diabetesDE zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2013

In Deutschland raucht rund ein Viertel aller Erwachsenen regelmäßig. Über 80 Prozent von ihnen haben vor ihrem 20. Lebensjahr zum ersten Mal zum Glimmstängel gegriffen. Für Menschen mit Diabetes ist Rauchen besonders gefährlich, da die über 3.000 Giftstoffe der Zigarette das für Diabetiker ohnehin schon große Risiko für Herzkreislauferkrankungen massiv erhöhen. Umgekehrt erkranken Raucher doppelt so häufig an Diabetes Typ 2 als Nichtraucher. Darauf macht diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2013 aufmerksam, der dieses Jahr unter dem Motto steht: "Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung".

Dass der Griff zur Zigarette generell der Gesundheit schadet, ist allgemein bekannt. Die Zusammenhänge zwischen Rauchen und Diabetes mellitus sind vielen jedoch nicht bekannt: Bei Menschen mit einem bereits bestehenden Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 kann Rauchen den Verlauf ihrer Stoffwechselerkrankung verschlechtern. "Aufgrund eines bei ihnen häufig erhöhten Blutzuckerspiegels haben sie von vornherein ein höheres Risiko für Gefäßerkrankungen als Gesunde. Zigarettenrauch verstärkt dies noch", erklärt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses "Auf der Bult" in Hannover.

Rauchende Diabetiker leiden daher häufiger als nichtrauchende unter Schädigungen der großen und kleinen Blutgefäße mit Herzinfarkt, Schlaganfall und "Raucherbein" oder Durchblutungsstörungen in Auge und Niere. Tabakrauch verändert zudem die Zusammensetzung der Blutfette: Die Menge an LDL-Cholesterin steigt, während sich die Menge des sogenannten "guten" HDL-Cholesterins verringert. "Das erhöht die Gefahr für eine Herzschwäche und Arterienverkalkung. Außerdem lässt sich der Blutzucker bei rauchenden Diabetikern schwerer messen und beeinträchtigt somit die Therapie", betont Professor Danne.

Darüber hinaus zeigen Studien, dass Rauchen einen Diabetes begünstigt. So haben Raucher ein doppelt so hohes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln wie Nichtraucher. Männer über 40 Jahre sind besonders betroffen. Die Ursachen für diesen Zusammenhang konnten Wissenschaftler bisher noch nicht belegen. Sie vermuten, dass die Substanzen Kohlenmonoxyd und Nikotin aus dem Tabakrauch Einfluss auf die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse haben und die Sensibilität der Insulinrezeptoren heruntersetzen. Bei jungen Menschen fördert Passivrauchen die Entstehung des Metabolischen Syndroms und einer Glukoseintoleranz.

Wer mit dem Tabakkonsum aufhören möchte, findet professionelle Hilfe in Raucherentwöhnungskursen. Unter anderem Arztpraxen, Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten diese an. Der Weltnichtrauchertag wurde am 31.5.1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufen und steht seitdem jedes Jahr unter einem anderen Motto. In diesem Jahr steht der Gesundheitstag international unter dem Thema "Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung".

zuletzt bearbeitet: 24.05.2013 nach oben

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