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Adipositas und Typ-2-Diabetes weiter auf dem Vormarsch

Langfristige Gewichtskontrolle bleibt große Herausforderung

Jeder zweite Erwachsene und jedes siebte Kind in Deutschland ist übergewichtig. Fettleibigkeit ist ein Hauptrisikofaktor für Diabetes Typ 2. Was stark Übergewichtigen dabei hilft, langfristig ihr Gewicht zu regulieren, ist ein Schwerpunkt beim Diabetes Kongress 2013. Die 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft findet vom 8. bis 11. Mai 2013 in Leipzig statt, unter dem Motto "Forschung von heute für die Praxis von morgen". Diabetologe Professor Dr. med. Andreas F. H. Pfeiffer von der Charitè erläutert neueste Erkenntnisse dazu vorab im Rahmen einer Vorab-Pressekonferenz der DDG am Donnerstag, den 2. Mai 2013 in Berlin.

In Industrieländern wie Deutschland ist ein überreiches Angebot an energiereichen Lebensmitteln jederzeit verfügbar. Die Zahl der Übergewichtigen nimmt deshalb stetig zu. Als übergewichtig gilt, wer einen Body-Maß-Index (BMI) von über 25 hat. Ab einem BMI von 30 sind Betroffene adipös, also fettleibig. Das sind hierzulande bereits 750.000 Kinder und Jugendliche. Um eine Diabetes-Erkrankung zu verhindern oder bei einem bereits bestehenden Diabetes Typ 2 die Prognose zu verbessern, müssen Betroffene dauerhaft abnehmen.

Es gibt viele Ernährungskonzepte zur langfristigen Gewichtskontrolle, viele scheitern. Eine kurzfristige Gewichtsreduktion lässt sich durch 'hypokalorische' Diäten erzielen, also durch Ernährungskonzepte, bei denen die Betroffenen weniger verzehren als ihr Körper verbraucht. Schwierig ist jedoch die Vermeidung des berüchtigten 'Jo-Jo-Effektes' - nach der Diät ist das Gewicht schnell wieder auf den Hüften. Denn Menschen essen langfristig jene Nahrungsmittel, die ihnen am besten schmecken. Geschmacklich attraktiv sind insbesondere fett- und zuckerhaltige Nahrungsmittel, die sehr energiereich sind.

Ein Ansatz könnten energieärmere Nahrungsmittel sein, die zugleich sättigen: Nudeln, Suppen, Brot und Backwaren sowie Snacks, die einen höheren Anteil an pflanzlichen Eiweißen und unlöslichen nicht fermentierbaren Ballaststoffen enthalten. Über weitere Alternativen spricht Professor Pfeiffer im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz der DDG am 2. Mai in Berlin.

Informationen zum Diabetes Kongress 2013 sind im Internet unter www.diabeteskongress.de erhältlich. Kurzfilme mit Interviews und Beiträgen zum Diabetes Kongress 2013 finden Interessierte in der Videogalerie.

zuletzt bearbeitet: 02.05.2013 nach oben

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