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Halten Sie ein Auge auf Ihren Hund!

Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen begünstigen Augenkrankheiten

Hundeaugen Hunde stecken einfach in alles ihre Nase, denn mit dem Geruchssinn erkunden sie sich ihre Welt. Ähnlich gut ist der Gehörsinn ausgeprägt, was nicht bedeutet, dass auch alle Hunde "gut hören". Die Augen sind gegenüber diesen Sinnen etwas schwächer ausgeprägt. Krankhaft bedingte, mangelnde Sehkraft schränkt den Hund deshalb weniger ein. Dennoch zählt 'Gutes Sehen' neben Riechen und Hören zum Gesamtpaket und damit zu den echten Wohlfühlfaktoren.

Die Augen sind durch ihre exponierte Lage im Schädel einer Vielzahl äußerer Einflüsse ausgesetzt. So können Fremdkörper ins Auge gelangen und das Auge reizen, beim Schnüffeln im Unterholz besteht Verletzungsgefahr, Rangkämpfe bleiben nicht immer ohne Blessuren. Zugluft, Bakterien oder Viren können Entzündungen am Auge verursachen. Andere Ursachen haben immunvermittelte Augenerkrankungen. Das Immunsystem erkennt körpereigenes Gewebe irrtümlich als körperfremd und bekämpft es. Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen können das Risiko bestimmter Augenkrankheiten erhöhen.

Neben den allgemeinen Beeinträchtigungen des Auges gibt es bei Hunden zudem noch rassespezifische Augenkrankheiten, die durch Kopfform, Lidspaltenform, genetisch bedingte Veranlagung oder Erbfaktoren bestimmt werden. Die Vorsorgeuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen wird deshalb von vielen Rassehundevereinen für die Zuchterlaubnis verlangt. Nicht zuletzt lässt die Sehkraft bei älteren Hunden natürlicherweise nach.

Die Augen eines Hundes sollten immer klar sein und die Bindehaut darf nicht übermäßig gerötet sein. Eine rote Färbung oder ständig tränende Augen weisen darauf hin, dass mit den Augen etwas nicht stimmt. Häufig sind am erkrankten Auge aber auch keine äußeren Veränderungen feststellbar. Bei Verdacht können Hundehalter zu Hause erste, kleine Tests machen, um das Sehvermögen ihres Hundes zu prüfen. Gut geeignet ist der Wattebauschtest. Hierbei nimmt man einen Wattebausch, setzt sich dem Hund gegenüber und lässt die Watte fallen. Ein gut sehender Hund wird dem lautlos fallenden Wattebausch hinterher schauen. Oder man nimmt ein großes Stück Karton, schneidet zwei Löcher hinein, die den gleichen Abstand und die in etwa gleiche Größe der Augen des Hundes haben. Den Karton hält man nahe vor das Gesicht des Hundes. Dann winkt man mit der Hand langsam über die kleinen Gucklöcher. Ein sehender Hund wird jetzt blinzeln.

Diese Tests können aber den Besuch beim Tierarzt keinesfalls ersetzen. Werden Augenerkrankungen rechtzeitig behandelt, ist eine vollständige Heilung oft noch möglich, auch durch operative Eingriffe. Im schlimmsten Fall können schlecht sehende oder blinde Hunde im häuslichen Umfeld dennoch einigermaßen gut zurechtkommen.

Bildunterschrift: Hundeaugen
Bildquelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Foto: BfT/Klostermann

zuletzt bearbeitet: 26.03.2013 nach oben

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