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Personalisiertes Diabetes-Management

Bessere Blutzuckerkontrolle, Behandlungseffizienz und mehr Patientenzufriedenheit

Neuer 6-stufiger Zyklus als ganzheitlicher und einfach umsetzbarer Therapieansatz

Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die schwierig zu behandeln ist. Viele Faktoren, die den Therapieerfolg beeinflussen können, müssen engmaschig überwacht werden. Die Einhaltung der empfohlenen Blutzuckerselbstkontrolle, die Dokumentation und Interpretation von Blutzuckerprofilen oder die richtige Berechnung und Einstellung der Insulinboli sind nur einige der wichtigen Faktoren, die in diesem Kontext berücksichtigt werden müssen.

Im Alltag empfinden Menschen mit Diabetes das Management ihrer Erkrankung oft als schwierig und mühsam. International anerkannte Experten unterstützen nun einen strukturieren Ansatz für ein personalisiertes Diabetes-Management, der Ärzten und Patienten die Therapieeinhaltung erleichtern und so letztendlich die Therapieresultate verbessern soll.

Anlässlich der 6. internationalen Konferenz Advanced Technologies and Treatments for Diabetes (ATTD) in Paris wurden beim Roche Diabetes Care Media Talk die vielversprechenden Ergebnisse der neuesten klinischen Studien vorgestellt. Hier zeigte sich, dass bereits einzelne Elemente des 6-stufigen Zyklus des personalisierten Diabetes-Managements zur Effektivität und Effizienz beitragen können und dass dieser ganzheitliche Ansatz von beträchtlichem Nutzen für verbesserte Ergebnisse in der Diabetestherapie sein kann.

"Die Einhaltung der empfohlenen Therapie scheint immer noch eine große Hürde bei der Erreichung optimaler Behandlungsergebnisse zu sein", erklärte Professor Oliver Schnell, München, Deutschland, beim Roche Diabetes Care Media Talk unter dem Motto Medizinischer Wert - technologische Innovation - gesundheitsökonomischer Nutzen: 6-stufiger Zyklus für ein erfolgreiches personalisiertes Diabetes-Management im Alltag anlässlich des 6. ATTD-Kongresses in Paris.

"Insbesondere wenn wir uns die Einhaltung der Frequenz von Blutzuckerselbstkontrolle und Bolusgabe ansehen, wie sie von internationalen Leitlinien vorgegeben sind, fällt eine beträchtliche Lücke zwischen den Vorgaben und dem Alltag auf", fuhr er fort. Somit sind viele Menschen mit Diabetes dem Risiko ausgesetzt, ihre Therapieziele nicht zu erreichen und schwerwiegende diabetesbedingte Spätfolgen zu entwickeln.

Innovative Technologie ohne Messstreifen unterstützt die Einhaltung der Blutzucker-selbstkontrolle und verbesserte HbA1c-Werte

Ein internationaler Expertenkreis hat intensiv über die wichtigsten Einflussfaktoren diskutiert, die bei einem modernen Diabetes-Management eine Rolle spielen und sich mit neuen Ansätzen beschäftigt, die zur Überwindung bestehender Barrieren bei einer optimalen Diabetes-Behandlung beitragen können. Unterstützt von den neuesten Studienergebnissen kamen die Experten zu dem Schluss, dass ein personalisierterer Ansatz für das Diabetes-Management der beste Weg zur Beseitigung vorhandener Hürden für eine optimale Therapie ist. Individuelle Blutzuckerprofile und der Wechsel von einer Momentaufnahme zur Analyse individueller Muster kann ihrer Einschätzung nach eine wichtige Rolle dabei spielen. Um solche individuellen Blutzuckerprofile zu erstellen, ist eine strukturierte Blutzuckerselbstkontrolle ein sehr effizientes, effektives und leicht anwendbares Mittel.

Die aktuelle ExAct-Studie macht deutlich, wie Technologie diesen Ansatz unterstützen kann. Die prospektive, multizentrische, cluster-randomisierte, kontrollierte Beobachtungsstudie wurde von Dr. Iain Cranston vom Queen Alexandra Hospital in Portsmouth, Großbritannien, vorgestellt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die innovative streifen-freie Technologie des Accu-Chek® Mobile Systems das Selbstmanagement von Menschen mit Diabetes positiv beeinflussen kann (gemessen an der Einhaltung der Blutzuckerselbstkontrolle) und zu einer klinisch signifikante Reduzierung der HbA1c-Werte bei den teilnehmenden Patienten führte.

Automatischer Bolusrechner trägt zum personalisierten Diabetes-Management bei

Zwei weitere Studien konnten nicht nur die Bedeutung, sondern auch den Nutzen weiterer Elemente des ganzheitlichen Ansatzes zum personalisierten Diabetes-Management unterstreichen: die BolusCal Pro Studie aus Dänemark, vorgestellt von Dr. Signe Schmidt, Hvidovre Hospital in Hvidovre, Dänemark, sowie die ABACUS-Studie, präsentiert von Dr. Iain Cranston aus Großbritannien. In beiden Studien wurde beobachtet, dass die Therapiezufriedenheit stark mit der Nutzung des Accu-Chek® Aviva Expert Bolusrechners assoziiert war.

Die prospektive, randomisierte, kontrollierte ABACUS-Studie, die in Großbritannien und Deutschland an 218 über 18-jährigen Patienten mit schlecht kontrolliertem Diabetes vom Typ 1 oder 2 (HbA1c ≥ 7,5 %) durchgeführt wurde, konnte außerdem zeigen, dass die Patienten in der Therapiegruppe eine um 63 % höhere Chance hatten, eine signifikante HbA1c-Reduzierung von > 0,5 % zu erreichen, als die Patienten in der Kontrollgruppe. Der Einsatz des Bolusrechners war außerdem mit geringeren glykämischen Schwankungen, keiner Zunahme hypoglykämischer Ereignisse und geringerer Angst vor Hypoglykämien verbunden[*].

In den Studien wurden signifikante Verbesserungen der HbA1c-Werte unter den Studienteilnehmern festgestellt. Alle vorgestellten Untersuchungen zeigten, dass der Ansatz des 6-stufigen personalisierten Diabetes-Managements, der unter anderem eine strukturierte Blutzuckerselbstkontrolle, Schulung und eine Bolus-Empfehlung umfasst, die Erreichung einer optimierten Therapie und verbesserter Behandlungsresultate unterstützt, indem er einen besseren Arzt-Patienten-Dialog erleichtert, angemessene und informierte Therapieanpassungen ermöglicht. Somit kann er auch dazu beitragen, das Risiko für teure Sekundärkomplikationen auf effiziente und effektive Weise zu minimieren.

Quelle: Roche Diabetes Care Media Talk "Medical Value - Technological Innovation - Health-Economic Benefit: A 6-step cycle offers success in everyday Personalized Diabetes Management", 27. Februar 2013 - 6. ATTD, Paris, Frankreich und 1 Barnard, K. et al., J Diabetes Scib Technol, 2011; 6(1):144-9

zuletzt bearbeitet: 19.03.2013 nach oben

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