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Typ-2-Diabetes bleibt häufig lange unbemerkt

Pressemitteilung: diabetesDE

Symptome verkannt, Risiko unterschätzt

Viele Menschen sind von Diabetes Typ 2 oder einer Vorstufe betroffen, ohne es zu wissen. Denn die Stoffwechselerkrankung kann sich unbemerkt über Jahre hinweg entwickeln. Die klassischen Symptome des Diabetes Typ 1, wie etwa Durstgefühl und häufiges Wasserlassen, sind bei Diabetes Typ 2 eher selten.

Welche Anzeichen unwissend Betroffene ernst nehmen sollten und wie sie nach der Erstdiagnose den Diabetes in den Griff bekommen, erklärt Dr. med. Hans-Martin Reuter im nächsten Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 28. Februar 2013. Fragen können ab sofort unter www.diabetesde.org/experten-chat eingesendet werden.

In Deutschland leben neben sechs Millionen diagnostizierten Menschen mit Diabetes Typ 2 schätzungsweise zwei bis drei Millionen, bei denen die Stoffwechselkrankheit noch unentdeckt ist. Oft stellen Ärzte die Diagnose Diabetes Typ 2 zufällig fest, wenn die Betroffenen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sind. Etwa 70 Prozent leiden zu diesem Zeitpunkt bereits an Bluthochdruck, fast die Hälfte hat eine Fettstoffwechselstörung. "Oft wird auch erst nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt ein Diabetes Typ 2 neu festgestellt", warnt Dr. Reuter.

Damit Menschen mit Diabetes Typ 2 die Krankheit rechtzeitig entdecken, gilt es das Risiko richtig einzuschätzen und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. "Starkes Übergewicht, Bluthochdruck oder ein Taillenumfang über 80 Zentimeter bei Frauen und über 94 bei Männern erhöhen das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken", so Reuter. Es tritt aber auch eine familiäre Häufung auf. Um sein Diabetesrisiko einzuschätzen, empfiehlt der Diabetologe, den Diabetes Risiko-Test durchzuführen und darüber mit dem Hausarzt zu sprechen.

Bis Donnerstag, dem 28. Februar 2013 zwischen 17 und 19 Uhr, bietet der Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe die Gelegenheit, Fragen zu Risiken, Diagnose und Therapie bei Diabetes Typ 2 per E-Mail an Dr. Reuter zu stellen. Er ist Diabetologe in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in Jena. Auch Menschen, die einen Verdacht auf Diabetes Typ 1 haben, können sich an den ausgewiesenen Diabetes-Experten wenden.

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zuletzt bearbeitet: 21.02.2013 nach oben

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