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eHealth flächendeckend und interoperabel

BMG vergibt Planungsstudie

Informations- und Kommunikationstechnologien können Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung verbessern. Doch dazu müssen alle Beteiligten frühzeitig und koordiniert zusammenarbeiten. Mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird eine Telematikinfrastruktur aufgebaut, die dafür eine wichtige Grundlage bildet. Für bereits bestehende und sich weiter entwickelnde eHealth-Anwendungen, wie z. B. Anwendungen der Telemedizin, sind die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Zusammenarbeit in und zwischen den Sektoren weiter verbessert wird.

Gegenwärtig haben wir es im Gesundheitswesen mit einer Vielfalt von IT-Systemen zu tun, die es Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken und Rehabilitationskliniken sehr schwer macht, vorliegende Informationen einfach zu übermitteln und weiterzuverarbeiten. Verschiedene Systeme sind heute oftmals nicht in der Lage, effizient miteinander zu kommunizieren. Um fachgebiets- und sektorenübergreifende Versorgungsprozesse möglich zu machen und der Tendenz entgegen zu wirken, dass sich sogenannte Insellösungen verfestigen, hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Planungsstudie Interoperabilität" in Auftrag gegeben.

Zur Vergabe der Planungsstudie erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ulrike Flach, MdB: "Unser Gesundheitssystem ist vielfältig und leistungsfähig. Heute können die vielen unterschiedlichen Systeme oft nicht miteinander kommunizieren. Deshalb wollen wir mit der Vergabe der Planungsstudie dazu beitragen, dass die vorhandenen, modernen Informations- und Kommunikationstechnologien noch besser für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten genutzt werden können. Die breite Unterstützung der Selbstverwaltung und der Unternehmensverbände macht deutlich, dass alle erkannt haben, wie wichtig diese Zukunftsaufgabe ist."

Die Planungsstudie ist Bestandteil der Arbeiten der vom Bundesministerium für Gesundheit Mitte 2010 gegründeten eHealth-Initiative, die von allen Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und den betroffenen Unternehmensverbänden getragen wird und sich zum Ziel gesetzt hat, Umsetzungshemmnisse für eHealth-Anwendungen, insbesondere der Telemedizin, durch gezielte Maßnahmen abzubauen.

Bis Juli 2013 sollen im Rahmen der Planungsstudie auf Basis einer umfassenden Ist-Analyse Verfahrens- und Strukturvorschläge erarbeitet werden, die aufzeigen, mit welchen Maßnahmen geeignete Interoperabilitätsvorgaben für das deutsche Gesundheitssystem erarbeitet und weiterentwickelt werden können. Dabei werden auch europäische und internationale Ideen einbezogen.

Mit der Durchführung der Planungsstudie wurde die BearingPoint GmbH beauftragt. Sie wird durch Experten des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) unterstützt. Der Gesamtprozess der Planungsstudie, in der auch der Einbezug von Patientenvertretern vorgesehen ist, soll für die Beteiligen im Rahmen eines offenen und transparenten Verfahrens gestaltet werden. Auf Basis zuvor gemeinsam erarbeiteter Vorgaben für die Planungsstudie werden die Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und die maßgeblichen Unternehmensverbände sowohl durch Beteiligung in den einzelnen Arbeitspaketen als auch über einen projektbegleitenden Beirat in die Arbeiten aktiv einbezogen.

Nähere Informationen zur Planungsstudie auf der Seite des BMG.

zuletzt bearbeitet: 24.09.2012 nach oben

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