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Was tun Retter im Notfall, wenn der Patient zu schwer ist?

Die übergewichtigen Patienten leiden oft zusätzlich an Diabetes und Bluthochdruck

Fachtagung "Der adipöse Notfallpatient"

Immer öfter machen spektakuläre Fotos, Videos und Schlagzeilen auf ein ständig wachsendes Problem, nicht nur in Hamburg, aufmerksam: Die Rettung und Notfallversorgung extrem übergewichtiger Patienten. Die nicht selten per Kran und Großraumrettungswagen ins Krankenhaus Transportierten leiden meist an Folgeerkrankungen ihres Übergewichts wie Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkerkrankungen, aber auch psychischen Störungen. Doch ihre Versorgung stellt die Retter nicht nur vor medizinische, sondern auch vor logistische, rechtliche und pflegerische Probleme - von der notwendigen Ausrüstung bis hin zur Wiederbelebung extrem beleibter Patienten und chirurgischen Verfahren zur Reduzierung des Gewichts.

Grund genug für die Experten des Adipositaszentrums Hamburg am Asklepios Westklinikum, dieses Thema gemeinsam mit Fachleuten der Feuerwehr und niedergelassenen Kollegen erstmals in einem Fachsymposium aufzugreifen. Am Mittwoch, dem 21. März 2012, findet von 15-19.30 Uhr in den Konferenzräumen und auf dem Vorplatz der Asklepios Klinik Barmbek am Rübenkamp 220, 22307 Hamburg das Adipositassymposium "Der adipöse Notfallpatient" statt.

Die Veranstaltung richtet sich primär an die an der Notfallversorgung beteiligten Mediziner und Rettungssanitäter, aber auch an niedergelassene Ärzte und Therapeuten, die auch immer häufiger mit dieser schnell wachsenden Patientengruppe konfrontiert sind. Natürlich sind auch Journalisten, die sich mit diesem medizinisch wie gesellschaftlich spannendem Thema auseinandersetzen möchten, herzlich willkommen.

Ausstellung - Was zur Versorgung extrem übergewichtiger Patienten nötig ist

Einen Eindruck in die besonderen Anforderungen an Transportmittel - vom Kranwagen über Schwerlastbetten und OP-Tische bis hin zum XXL-Toilettenstuhl - werden die Feuerwehr Hamburg mit ihrem neuen Spezialfahrzeug für adipöse Notfallpatienten sowie Hersteller entsprechender Geräte und Hilfsmittel vermitteln. Allzu oft wird nämlich vergessen, dass die Tragfähigkeit von Stühlen, Toiletten, Untersuchungsliegen, aber auch von Personenwagen auf normalgewichtige Patienten ausgelegt ist - schon bei einem Körpergewicht von 150 Kilogramm gibt es hier oft Probleme. Und viele Betroffene wiegen sogar mehr als das Doppelte!

Weitere Informationen unter: Adipositaszentrum Hamburg und Asklepios Westklinikum.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 19.03.2012 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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