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Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft

Diabetes steht im Mittelpunkt bei deutschen Medizinexporten für Arabien

Internationalisierungsstrategien in der Gesundheitswirtschaft bieten ein erhebliches Exportpotential für deutsche Unternehmen. Das Institut Arbeit und Technik (IAT/FH Gelsenkirchen) unterstützt diesen Kurs derzeit im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft des Landes Rheinland-Pfalz, in der Wirtschaftsministerium und Gesundheitsministerium sich gezielt darum bemühen, Hersteller und Dienstleister aus der Gesundheitsbranche zusammenzubringen und umfassende Systemlösungen zu exportieren.

Bei der diesjährigen Arab Health - der größten Medizintechnikmesse außerhalb Europas - wurde mit der Regierung von Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) ein Grundlagenvertrag unterzeichnet (Memorandum of Understanding, kurz MoU), der eine weitreichende Zusammenarbeit im Bereich der Medizintechnik und Gesundheitsversorgung vorsieht.

Für die Koordination ist auf deutscher Seite der IAT-Forscher Stephan von Bandemer zuständig. Dabei geht es konkret um die Verbesserung der Versorgung nach Schlaganfällen, die Dubai mit Hilfe von Unternehmen und Kliniken aus Rheinland-Pfalz grundlegend verbessern will. Das Konzept reicht von Präventionsaufklärung über verbessertes Rettungswesen und Akutversorgung bis hin zur Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen. Neben der Schlaganfallversorgung öffnet die Kooperationsvereinbarung auch den Weg zu weiteren Systemlösungen aus den Bereichen Telemedizin, Rheumaforschung und Wundmanagement.

Im Rahmen einer Delegationsreise mit Wirtschaftsvertretern aus Rheinland-Pfalz in den Oman und Katar leitete von Bandemer im Februar in Zusammenarbeit mit der Auslandshandelskammer in Muscat und Doha zwei Workshops, die Versorgungsstandards und Systemlösungen aus Rheinland-Pfalz zum Inhalt hatten. Im Mittelpunkt standen die Themen Schlaganfall und Diabetes im Kontext moderner Wundversorgung. Erste Kooperationsmöglichkeiten wurden bereits vor Ort vereinbart und sollen vertieft werden. Bandemer betonte, dass ein gutes Niveau der internationalen Zusammenarbeit erforderlich ist, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen, und es notwendig ist, Best Practices auf andere Länder zu übertragen.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 nach oben

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