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300 Diabetiker bundesweit zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie gesucht

Mit Strom gegen Schmerzen, Brennen und Kribbeln in den Beinen

Anwendung in der Praxis Der Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums am Verbund der Katholischen Kliniken Düsseldorf (VKKD), Prof. Dr. Stephan Martin, ruft bundesweit zu einer Studie auf, die im direkten Vergleich die Wirkung von zwei alternativen Behandlungsmethoden untersuchen wird.

Teilnehmen können Personen mit Diabetes, die von Symptomen wie Schmerzen, Brennen und Kribbeln in den Beinen betroffen sind sowie unter tauben Füßen leiden.

Dazu Prof. Dr. Stephan Martin: "Nach neuesten Studien klagen etwa 30 % der neun Millionen von Diabetes Betroffenen in Deutschland über schmerzhafte Beschwerden an den Beinen und Füßen, die in den meisten Fällen medikamentös behandelt werden. Oftmals lindert dieser Therapieansatz jedoch die Schmerzen nicht ausreichend, hinzu kommt, dass die Betroffenen mit unangenehmen Begleiterscheinungen rechnen müssen".

Eine Alternative, die Beschwerden ohne jegliche Nebenwirkungen zu lindern, ist die Elektrotherapie TENS, ein Verfahren der Physikalischen Therapie.

In den letzten Jahren hat sich jedoch die Hochton Elektrische Muskelstimulation (HTEMS) als erfolgreiche Therapie etabliert.

Mit Hilfe der Hochtontherapie werden die Muskeln aktiviert, neuropathische Beschwerden gelindert und die Insulinaufnahme verbessert.

In einer wissenschaftlichen Studie des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums, die Anfang 2012 startet, soll die Effektivität der Hochtontherapie (HTEMS) anhand von 300 stark Betroffenen in einem direkten Quervergleich mit der klassischen Elektrostimulation (TENS) überprüft werden.

Dazu werden die Teilnehmer kostenfrei ein HTEMS, bzw. ein TENS Gerät erhalten, das sie jeweils 3 Monate bequem bei sich zuhause testen können.

Die Studie dauert insgesamt 7 Monate. Jeder Teilnehmer sollte drei Mal wöchentlich etwa 20 Minuten für die einfache, unkomplizierte und schmerzfreie Anwendung einplanen.

Während der Studiendauer werden die Teilnehmer von Experten des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum telefonisch betreut.

Interessenten können sich direkt beim Studienbüro am WDGZ bewerben.

Anmeldung zur Studie

Westdeutsches Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ)
Verbund der Katholischen Kliniken Düsseldorf (VKKD)
Prof. Dr. Stephan Martin
Hohensandweg 37
40591 Düsseldorf
Tel.: 0211-566036065 (Montag bis Freitag von 8.00-15.00 Uhr)
Fax: 0211-566036072
E-Mail: wdgz-studienzentrum@vkkd-kliniken.de
Internet: www.vkkd-kliniken.de.

Bildunterschrift: Anwendung in der Praxis
Bildquelle: WDGZ

zuletzt bearbeitet: 13.12.2011 nach oben

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