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Aktuelle Forschungsergebnisse zur Volkskrankheit Diabetes

Brandenburgs Gesundheitsministerin Tack informiert sich beim Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE)

Brandenburgs Gesundheits- und Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) hat heute das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke besucht. Im Mittelpunkt der Gespräche und des Institutsrundgangs standen aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts unter anderem zur Volkskrankheit Diabetes. "Unser Ministerium versteht sich als Ministerium für Lebensqualität", sagt Tack. Der Anspruch sei, die Umwelt zu erhalten, die Gesundheit zu fördern und den Verbraucherschutz zu stärken.

Brandenburgs Forschungslandschaft kann sich sehen lassen. Das DIfE sei, so Tack, dafür ein gutes Beispiel: "Experimentelle Grundlagenforschung auf Spitzenniveau sowie klinische und epidemiologische Studien bilden die Basis für neue und wichtige Erkenntnisse zur Entstehung ernährungsassoziierter Krankheiten wie Diabetes, krankhaftes Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs." Forschung für den Menschen erfordere die Verbindung von Grundlagen- und angewandter Forschung, wie sie im DIfE als deutschlandweitem Spitzeninstitut umgesetzt wird. Tack weiter: "Wir brauchen die Impulse der Wissenschaft für eine gute Verbindung von Gesundheits- und Verbraucherschutz in einer intakten Umwelt."

Prof. Hans-Georg Joost stellte die Forschungsarbeiten des Instituts vor und erläuterte den Deutschen Diabetes-Risiko-Test®. Der Test basiert auf Daten von mehr als 27.000 Bürgerinnen und Bürgern aus Potsdam und Umgebung, die im Rahmen der Potsdamer EPIC[*]-Studie erhoben wurden. Der Test erlaubt jedem Erwachsenen, anhand einfacher Angaben zu Alter, Körpermaßen, Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil, das persönliche Typ-2-Diabetes-Risiko sehr genau zu bestimmen. Er ist im Internet unter www.dife.de als Fragebogen oder Online-Test abrufbar.

"Wenn gefährdete Menschen sich ihres Diabetes-Risikos bewusst sind, sind sie eher motiviert, rechtzeitig gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um der Krankheit entgegenzuwirken. Hierdurch könnte viel persönliches Leid vermieden sowie das Gesundheitssystem finanziell entlastet werden", sagte Joost. Der Test sei ein Beispiel für eine gelungene translationale Forschung, bei der Ergebnisse der Grundlagenforschung direkt zum Wohle der Gesellschaft genutzt werden.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und zudem ein Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD).

* EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition

zuletzt bearbeitet: 05.07.2011 nach oben

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