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Insulin macht aus dem "bisschen Alterszucker" keinen schlimmen Diabetes

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Neue Umfrage unter Diabetikern macht Mut

Grafische Darstellung einiger Umfrageergebnisse
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Die Bedenken vieler Typ-2-Diabetiker gegenüber Insulin sind meist unbegründet. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage auf dem Diabetes-Portal DiabSite mit Unterstützung von Bayer.

Sechs Jahre lebte Marlis (61) mit ihrer Diabeteserkrankung, als ihr der Arzt empfahl, von Tabletten auf Insulin umzustellen. Ihr Langzeitwert war schlechter geworden, die medikamentöse Behandlung allein reichte nicht mehr aus, so der Doktor. Doch Marlis fühlte sich gar nicht schlecht, dachte selten an ihren Diabetes und die meisten in ihrem Umfeld wussten noch nicht einmal von ihrer Erkrankung.

Mit der Umstellung auf Insulin, so ihre Sorge, wäre sie unwiderruflich abhängig und ernsthaft krank. Aus dem "bisschen Alterszucker" würde nun ein schlimmer Diabetes. Die Aussicht, mehrmals täglich spritzen zu müssen, machte ihr Angst. Hatte sie beim bisherigen Management ihrer Erkrankung versagt und war die nun eingetretene Notwendigkeit einer Insulintherapie die "Strafe" dafür?

Neue Umfrage unter Diabetikern macht Mut: Keine Angst vor Insulin

In Deutschland leben rund 8 Mio. Menschen mit Typ-2-Diabetes. Die meisten werden zunächst mit Tabletten behandelt. Etwa 20 Prozent spritzen sich das Hormon Insulin zur Senkung des Blutzuckerspiegels, weil bei ihnen Diät und Tabletten für eine gute Stoffwechseleinstellung nicht mehr ausreichen. In den Köpfen vieler Menschen ist diese Umstellung ein wichtiger Einschnitt, der ihnen Angst und Sorge bereitet.

Erstmals haben jetzt rund 750 Typ-2-Diabetiker rückblickend über ihre Erfahrungen beim Wechsel auf Insulin berichtet. Das Diabetes-Portal DiabSite hatte die Umfrage in Zusammenarbeit mit Bayer Diabetes Care von August bis November 2010 durchgeführt, um anderen Betroffenen bei der Umstellung zu helfen. Und tatsächlich, die Ergebnisse machen Mut: Die große Mehrheit sagt, ihr Leben sei durch das Insulin einfacher geworden - und die Diabetes-Einstellung besser.

"Das Leben hat mich wieder

Obwohl jeder dritte Teilnehmer der Online-Umfrage auf www.diabsite.de angab, vor der Insulinumstellung Sorgen oder Bedenken gehabt zu haben, fällt die Beurteilung rückblickend umso positiver aus. Die große Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer berichtet, seit der Therapie mit Insulin eine bessere Blutzuckereinstellung (80,8 Prozent) und einen besseren Langzeitwert (74,9 Prozent) zu haben. Ebenso wichtig: Auch die persönliche Lebensqualität hat sich durch das Insulin für die meisten verbessert (64,2 Prozent) oder zumindest nicht verschlechtert (29,8 Prozent). "Das Leben hat mich wieder", so schildert eine Umfrageteilnehmerin ihre Erfahrung nach der Umstellung. Endlich freier essen zu können, war die am häufigsten genannte positive Auswirkung der Insulinbehandlung.

Viele sagten, sie seien im Leben insgesamt flexibler geworden und jeder Dritte fühlt sich seit der Umstellung sogar fitter. Auch die Umgewöhnung erfolgte in den meisten Fällen erstaunlich schnell. Nach weniger als einem Monat hatten sich die meisten mit der Insulintherapie angefreundet. Als negative Folgen der Umstellung berichtet etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer von einer Gewichtszunahme, 29 Prozent fürchten sich vor Unterzuckerungen.

Blutzuckerselbstkontrolle hilft Unterzuckerungen zu vermeiden

Tatsächlich kann es zu einer Unterzuckerung kommen, wenn das gespritzte Insulin falsch dosiert ist. Wird beispielsweise eine Mahlzeit ausgelassen, sinkt der Insulinbedarf und muss angepasst werden. Ebenso bei erhöhter körperlicher Aktivität. Insulintherapierte Diabetiker sollten deshalb regelmäßig ihren Blutzucker messen. Moderne Geräte (z. B. Contour® von Bayer) benötigen nur einen winzigen Bluttropfen und liefern das Ergebnis zuverlässig innerhalb weniger Sekunden.

Info-Karte zum Thema Insulin

Um Menschen mit Typ-2-Diabetes die Umstellung auf Insulin einfacher zu machen, hat Bayer eine kleine Broschüre mit häufig gestellten Fragen zum Thema "Diabetes mit Insulintherapie" aufgelegt. Sie kann kostenfrei beim Diabetes Service unter der Rufnummer 0800-5088822 bestellt werden oder per E-Mail unter info@bayerdiabetes.de.

Umfrage

Von August bis November 2010 führte das unabhängige Diabetesportal www.diabsite.de mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care eine Umfrage unter Typ-2-Diabetikern zur Umstellung von Tabletten auf Insulin durch. Die Teilnahme erfolgte anonym, wahlweise online auf dem Diabetes-Portal DiabSite oder durch schriftliches Ausfüllen und Zusenden des Fragebogens. Die Auswertung wurde von Dr. Sonia Lippke, Maastrich University, vorgenommen.

Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes: 452 Männer und 291 Frauen
Durchschnittsalter: 63,7 Jahre
Dauer zwischen Diabetes-Diagnose
und Insulinumstellung:
7,5 Jahre
Umfragezeitraum: August bis November 2010

Ergebnisse im Überblick

Wie ist Ihre Blutzuckereinstellung unter der Insulintherapie?

besserunverändertschlechterkeine Antwort
80,8 % 15,7 % 2,4 %1,1 %

Wie ist Ihr Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) unter der Insulintherapie?

besserunverändertschlechterkeine Antwort
74,9 % 20,3 % 3,5 % 1,3 %

Wie ist Ihr persönliches Wohlbefinden unter der Insulintherapie?

besserunverändertschlechterkeine Antwort
64,2 % 29,8 % 4,6 % 1,3 %

Hatten Sie Bedenken/Angst vor der Insulintherapie?

jaweiß nichtneinkeine Antwort
33,2 % 4,7 % 61,8 % 0,3 %

Hatte Ihr Arzt Bedenken vor der Umstellung auf Insulin?

jaweiß nichtneinkeine Antwort
6,2 % 9,9 % 83,6 % 0,3 %

Wie wurden Sie zum Umgang mit Insulin und Spritze geschult?

kurze Einweisung Einzelschulung Gruppenschulung keine Antwort
39,5 % 23,5 % 36,0 % 0,9 %

Welche der Aussagen treffen seit der Umstellung auf Sie zu? Ich…

kann freier essen: 49,0 %
bin flexibler im Leben: 40,0 %
bin einfach fitter: 34,0 %
muss häufiger zum Arzt: 25,0 %
bin nicht mehr so oft müde: 26,0 %
habe zugenommen: 55,0 %
fürchte Unterzuckerungen: 29,0 %
ärgere mich über das Spritzen: 20,0 %

Mehr Informationen über Diabetes erhalten Sie im Internet unter www.bayerdiabetes.de oder über den Bayer Diabetes Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 5088822.

Bildunterschrift: Grafische Darstellung einiger Umfrageergebnisse
Bildquelle: Bayer HealthCare AG

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zuletzt bearbeitet: 22.06.2011 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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