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Schlankheitsmittel sind keine Wunderwaffen gegen Übergewicht

Diabetes und Übergewicht besser mit Ernährungsumstellung und mehr Bewegung vermeiden

In jedem Frühjahr werden neue Nahrungsergänzungsmittel als "Wunderwaffen" gegen Übergewicht beworben. "Das Versprechen, allein durch ein Nahrungsergänzungsmittel dauerhaft nach Belieben abzunehmen, ist schlicht Quacksalberei", sagt Apothekerin Karin Graf aus dem Geschäftsführenden Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

"Gewicht verliert nur, wer weniger Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht. An einer Ernährungsumstellung und mehr Bewegung führt für einen dauerhaften Gewichtsverlust kein Weg vorbei." Wer sich unabhängig über Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel informieren will oder Hilfe beim Abnehmen braucht, kann mit seinem Apotheker sprechen. Bundesweit haben sich mehr als 2.000 Apotheker auf Ernährungsberatung spezialisiert.

Wer zusätzlich zur Ernährungsumstellung Tabletten einnehmen will, sollte grundsätzlich lieber zu Arzneimitteln greifen als zu Nahrungsergänzungsmitteln. Immer wieder wird bekannt, dass Nahrungsergänzungsmittel von dubiosen Internethändlern riskante, teilweise verschreibungspflichtige Inhaltsstoffe enthalten, ohne dass dies für den Verbraucher erkennbar ist.

Bei zugelassenen Arzneimitteln sind unter anderem die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit behördlich überprüft. Jedes Arzneimittel trägt auf der Verpackung eine Zulassungsnummer (Zul.-Nr.). Die siebenstellige Pharmazentralnummer (PZN) hingegen ist nur eine Bestellnummer für Apotheken. Die PZN sagt nichts darüber aus, ob es sich um ein Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel handelt. Abführmittel oder Diuretika sind grundsätzlich nicht als Diäthilfen geeignet.

zuletzt bearbeitet: 06.05.2011 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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