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Globaler Konsensus verlangt bessere medizinische Versorgung des diabetischen Fußes

Basis-Fußpflegeprogramm

Ein in der Ausgabe von Diabetic Medicine dieses Monats veröffentlichter globaler Konsensus zielt darauf ab, an Diabetes erkrankten Menschen, die gegenwärtig ein geringes Risiko von Fußkomplikationen aufweisen, bei der Durchführung eines Basis-Fußpflegeprogramms zu helfen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass in Zukunft zu ernsthaften Komplikationen der Füße kommt. Erarbeitet wurde der Konsensus von zehn globalen Meinungsführern und liefert einen praktischen Fortbildungsrahmen für alle Angehörigen der Gesundheitsberufe, die Diabetespatienten behandeln.

Gegenwärtig ist der Umfang an Informationen über Fußgesundheit und selbst durchgeführte Fußpflege für Menschen mit Diabetes, die ein geringes Risiko für das diabetische Fußsyndrom aufweisen, sehr begrenzt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Konsensus die Implementierung eines vier Schritte umfassenden Pflegeprogramms zur besseren Aufrechterhaltung der Fußgesundheit:

"Der Konsensus sollte zur Leitlinie für Angehörige der Gesundheitsberufe werden, die sie dabei unterstützt, allen Menschen mit Diabetes bewusst zu machen, wie wichtig die selbst durchgeführt Basispflege der Füße für sie ist, besonders für diejenigen, der gegenwärtig ein geringes Risiko für Fußkomplikationen aufweisen", kommentiert der Autor des Konsensus, Alistair McInnes von der University of Brighton. "Basis-Fußpflege ist einfach, schnell und befähigt den Patienten zu einer aktiveren Aufrechterhaltung ihrer Fußgesundheit und kann dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von späteren Komplikationen zu verringern."

Angehörige der Gesundheitsberufe benötigen Leitlinien, wie sie Menschen mit Diabetes am besten aufklären und unterstützen, damit diese ihre Füße selbst pflegen. Es ist wichtig, dass Menschen mit Diabetes in der Lage sind, beizeiten für ihre Fußgesundheit zu sorgen, um ein späteres Risiko für Fußkomplikationen zu verringern. Diabetiker, die gegenwärtig ein niedriges Risikoprofil haben, können relativ schnell ernsthafte Fußkomplikationen entwickeln, wenn ihr Blutzucker nicht gut kontrolliert wird und wenn sie nicht selbst regelmäßig ihre Füße pflegen, da sie Veränderungen der Füße dann nicht schnell genug bemerken. Diabetes kann dazu führen, dass es zu Fußkomplikationen kommt, und aufgrund von peripherer Neuropathie (Nervenschädigung) und Durchblutungsproblemen steigt das Risiko von Ulzerationen.

Fußkomplikationen stellen eine signifikante Belastung für die Gesundheitssysteme in der ganzen Welt dar und sind der Grund für mehr Krankenhaustage als alle anderen diabetischen Komplikationen zusammengenommen.[1] Fußulzera und Amputationen sind ein beträchtliches Problem: 12 % der Menschen mit Diabetes, bei denen ein Fußgeschwür abgeheilt ist, müssen innerhalb von fünf Jahren amputiert werden.[2]

Hinweis

Das Think Feet'-Programm von Scholl wurde entwickelt, um die vorbeugende Fußpflege stärker ins Bewusstsein zu rücken und diesbezüglich besser aufzuklären. Scholl arbeitet gemeinsam mit an Diabetes erkrankten Menschen, mit Medizinern, Meinungsführern und Verbänden für Diabetes und Podiatrie aktiv an der Erarbeitung von Aufklärungsmaterial, das zu einer besseren vorbeugenden Fußpflege beitragen und Menschen dabei unterstützen soll, etwas für ihre Fußgesundheit zu tun.

Literaturhinweise

  1. Joseph WS, Lipsky BA. Medical therapy of diabetic foot infections. J Am Podiatr Med Assoc;100(5):395-400.
  2. Hunt D. Diabetes: foot ulcers and amputations. BMJ: Clinical Evidence: BMJ, 2009.

zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 nach oben

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