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UN beschließt Gipfel zu nichtübertragbaren Krankheiten

Pressemitteilung: diabetesDE

diabetesDE initiiert deutsches Bündnis

Die UN-Generalversammlung hat einen gesundheitspolitischen Gipfel zum Thema "Nichtübertragbare Krankheiten" im September 2011 in New York einberufen. Die Ausbreitung der nichtübertragbaren Krankheiten ist weltweit zu einem großen Problem geworden: 60 Prozent der jährlichen Todesfälle (35 Millionen Menschen) sind durch nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und chronische Lungenerkrankungen bedingt.

Im Gegensatz zu den ansteckenden Krankheiten erfahren die nichtübertragbaren Krankheiten jedoch relativ wenig Aufmerksamkeit. Dies drückt sich auch darin aus, dass nur 0,9 Prozent der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit für nichtübertragbare Krankheiten zur Verfügung gestellt werden.

"Angesichts der stetig steigenden Zahlen müssen wir erreichen, dass Diabetes und die anderen nichtübertragbaren Krankheiten einen ähnlich hohen Stellenwert erhalten wie die ansteckenden. Erst dann wird es auch eine vernünftige Präventionspolitik gegen Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs geben.", sagt Dr. Dietrich Garlichs, Geschäftsführer der Dachorganisation diabetesDE.

Zur Vorbereitung des UN-Gipfels hat diabetesDE ein deutsches Bündnis[*] der wesentlichen Organisationen auf dem Gebiet initiiert. Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, sich mit aller Kraft für eine sorgfältige Vorbereitung des Gipfels und ein konkretes Ergebnis einzusetzen.

Als Erfolg würde das deutsche Bündnis werten, wenn ein von allen teilnehmenden Staaten unterschriebenes Abschlussdokument vorgelegt werden würde, in dem ein klares Aktionsprogramm für die Regierungen vorgeben würde.

diabetesDE sieht in dem UN-Gipfel im September 2011 die große Chance, dem Diabetes die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen, um den Vormarsch dieser Zivilisationskrankheit weltweit und auch in Deutschland aufzuhalten.

Dem Bündnis haben sich angeschlossen: diabetesDE, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Herzstiftung und das Westdeutsche Tumorzentrum.

zuletzt bearbeitet: 18.01.2011 nach oben

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