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Diabetischer Fuß

Pressemitteilung: Novo Nordisk Pharma GmbH

Indische Diabetesassistenten in Deutschland

Unterricht, Praxis, gegenseitiges Lernen

Elf Diabetesassistenten und eine Ärztin aus verschiedenen Regionen Indiens kommen für zwei Wochen nach Deutschland. Sie besuchen vom 27.11. bis zum 04.12.2010 die Mathias-Hochschule-Rheine, um sich über die Behandlung des diabetischen Fußes in Deutschland weiterzubilden und Erfahrungen mit deutschen Kollegen auszutauschen.

Die Gäste aus Indien kommen nach Rheine wegen der optimalen Unterrichtsmöglichkeiten an der Mathias-Hochschule-Rheine in Verbindung mit der jahrelangen Erfahrung in der Behandlung der Diabetischen Fußerkrankung in der Medizinischen Klinik III unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Spraul am Mathias-Spital. Anschließend hospitieren die Gäste für eine weitere Woche in Kliniken und Diabetespraxen in Eisenach, Soest/Iserlohn, Bad Harzburg, Georgsmarienhütte und auch in Rheine.

Die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit diabetischer Fußerkrankung mit einfachen Mitteln, angepasst an die indischen Lebensbedingungen zu vermitteln, ist wesentlicher Inhalt des Besuchs. Ergänzt wird die Theorie durch viel Praxis und Erlernung von Fähigkeiten, um dieses Wissen und diese Kenntnisse dann später in Indien selber weiter zu geben.

Dieser Austausch ist einzigartig in Deutschland und wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung von Novo Nordisk sowie ehrenamtlichem Engagement. "Ich bin froh, dass wir dieses wichtige Projekt innerhalb unseres Konzeptes Changing Diabetes® unterstützen können", sagt Dr. med. Karim El-Haschimi, Medizinischer Direktor Deutschland bei Novo Nordisk und selbst Diabetologe. "Diabetes breitet sich so erschreckend schnell aus, gerade auch in Indien, dass die Weitergabe von Wissen über die Behandlung des diabetischen Fußes notwendig ist, um schlimme Folgekomplikationen zu vermeiden."

"Es ist auch ein gegenseitiges Lernen", sagt Dr. med. Joachim Kersken, Ltd. Oberarzt der Med. Klinik III, Mathias-Spital, Rheine und einer der Initiatoren des Projekts. "Für uns ist es beeindruckend, wie die indischen Kollegen mit einfachsten Mitteln gut und effektiv behandeln. Es freut uns, dass wir Teil dieses Projektes sind und so unseren Beitrag zur besseren Versorgung des diabetischen Fußes in Indien leisten können."

Indien ist das Land mit weltweit den meisten Menschen mit Diabetes – und die Ausbreitung nimmt zu. Gleichzeitig bestehen oftmals nur bescheidene Behandlungsmöglichkeiten, eine Krankenversicherung, die allen Menschen prinzipiell gleiche Behandlung ermöglicht, existiert dort nicht. Die diabetische Fußerkrankung ist eine Folgeerkrankung bei langer Diabetesdauer und unzureichender Stoffwechseleinstellung. Sie zeichnet sich häufig durch schmerzlose, persistierende und rezidivierende Wunden an den Füßen aus, die immer noch zu häufig in kleineren oder hohen Amputationen enden.

Unter dem Motto "Step by Step" fand im Jahr 2006 erstmals ein Erfahrungsaustausch mit gegenseitigen Besuchen deutscher und indischer Ärzte statt. Diesmal ist weitergehend geplant, dass die indischen Diabetesassistenten ihr Wissen zu Hause weitergeben, um so noch wirkungsvoller den diabetischen Fuß behandeln zu können. Neben der Möglichkeit, die Behandlung der diabetischen Fußerkrankung im jeweils anderen Land zu erfahren, sich gegenseitig kennen zu lernen und voneinander zu lernen, wird auch Gelegenheit sein, einen Eindruck von den Menschen und dem jeweils anderen Land zu gewinnen.

zuletzt bearbeitet: 02.12.2010 nach oben

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