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Wie Menschen mit Diabetes ihre Augen vor Erblindung schützen

Pressemitteilung: diabetesDE

Anlässlich der "Woche des Sehens" informiert diabetesDE im Experten-Chat

Jeder zweite Mensch mit Diabetes Typ 1 hat nach 32 Jahren bereits Schäden an der Netzhaut des Auges. Jeder dritte Typ-2-Diabetiker leidet bereits bei der Diagnose der Stoffwechselkrankheit an der sogenannten diabetischen Retinopathie. Bei 1.700 Menschen führt die Netzhauterkrankung jährlich zur Erblindung. Warum Betroffene die Schäden am Auge oft ignorieren und den Arzt zu spät aufsuchen und wie sie erst gar nicht entstehen, erklärt Professor Dr. med. Hans-Peter Hammes im nächsten Experten-Chat von diabetesDE anlässlich der "Woche des Sehens" vom 8. bis 15. Oktober. Der Diabetologe ist unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft "Diabetes und Auge" der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) tätig.

Die Angst vor Erblindung ist eine der am stärksten empfundenen Bedrohungen für Menschen mit Diabetes. Trotz guter Diagnose- und Therapiemethoden erblinden jährlich zirka 3.000 bis 6.000 Menschen deutschlandweit. Mehr als ein Viertel davon sind Menschen mit Diabetes. Denn ein erhöhter Blutzucker und -druck führt auch zu Schäden an den Blutgefäßen in den Augen. Diese betreffen die gesamte Netzhaut.

Häufig verläuft die diabetische Retinopathie zunächst unbemerkt. Daher sind für Diabetiker regelmäßige Untersuchungen der Netzhaut wichtig. Denn wenn erste Sehstörungen auftreten, können die Schäden bereits weit fortgeschritten sein. Um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, sollten Typ-1-Diabetiker daher ab ihrem fünften Erkrankungsjahr regelmäßig ihre Augen untersuchen lassen. Menschen mit Diabetes Typ 2 raten Experten direkt nach der Diagnose zu einer jährlichen Netzhautuntersuchung.

Anlässlich der "Woche des Sehens" gibt diabetesDE Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, einen Experten im Chat zu befragen: Am 14. Oktober erklärt Professor Hammes live, wie Menschen mit Diabetes Netzhautschädigungen vorbeugen, welche Therapien helfen und wer gefährdet ist. Er ist Vorsitzender der Kommission "Diabetische Retinopathie" der Leitlinienkommission der DDG und kommissarischer Lehrstuhlinhaber an der medizinischen Fakultät Mannheim, unter anderem mit dem Schwerpunkt Diabetologie, Universität Heidelberg.

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zuletzt bearbeitet: 05.10.2010 nach oben

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