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Streit um Insulin aus der Apotheke für Menschen mit Diabetes

Apotheker fordern von Pharmagroßhändlern und Herstellern mehr Verlässlichkeit bei der Lieferung lebenswichtiger Arzneimittel

Nach der Einigung zwischen Pharmagroßhandel und einem bedeutenden Insulinhersteller fordern die deutschen Apotheker von den Großhandelskonzernen und der Industrie auch in Zukunft schnellere Entscheidungen zugunsten der Versicherten. Der Großhandel muss zu jeder Zeit seiner Verantwortung als vollsortierter Händler nachkommen.

Nach Auffassung der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ist es unerträglich, dass pharmazeutische Großhändler und Industrie ihre Vertrags- und Konditionenverhandlungen auf dem Rücken von hunderttausenden chronisch Kranken austragen.

Zum Hintergrund: Die Pharmagroßhändler hatten die Lieferung von Insulin eines großen Herstellers eingestellt. Bis Donnerstagabend betrug die Lieferzeit zwischen der Rezepteinreichung für das lebenswichtige Insulin bis zu vier Tage. Erst die massive Kritik von vielen der 21.500 Apotheken führte zu einem Einlenken bei Pharmagroßhandel und Hersteller.

Auch wenn der betroffene Hersteller mittlerweile mitteilte, dass man sich mit den meisten Großhändlern geeinigt habe, fordert die ABDA, dass sich Pharmagroßhandel und Hersteller in Zukunft ihrer Verantwortung gegenüber Apotheken und Patienten in Zukunft konsequent nachkommen - nicht zuletzt bei der Lieferung und Bevorratung mit lebenswichtigen Arzneimitteln.

zuletzt bearbeitet: 11.09.2010 nach oben

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