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20.000 Euro für die beste Idee

Junge Forscher mit Innovationsgeist werden von der Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker) gefördert

Kardiochirurgin Bettina Wiegmann Wenn ein innovatives Konzept mit Ehrgeiz gepaart vorhanden ist, muss die Idee gefördert werden, damit Forschung nicht im Keim erstickt. Nachwuchswissenschaftler, die zum Thema Diabetes und Herz ein Projekt auf den Weg bringen möchten, sollten deshalb jetzt noch die Chance nutzen, sich für das Forschungsstipendium der Stiftung DHD zu bewerben. Die Frist endet am 01. September. Das Stipendium ist mit 20.000 Euro dotiert, die Förderung wird durch eine unabhängige Spende von Astra Zeneca/Bristol Myers-Squibb möglich.

"Die Stiftung will Wissenschaft voranbringen und versteht sich als Impulsgeber. Sie hat das Ziel vor Augen, durch Forschung, Prävention und Aufklärung einen Beitrag zur Optimierung der Patientenversorgung zu leisten", sagt Professor Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung DHD und Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen. Schließlich müsse es darum gehen, vaskuläre Folgen zu verhindern und die Prognose herzkranker Diabetiker zu verbessern.

Mit dem Stipendium sollen junge Akademiker zur Forschung stimuliert und Projekte mit innovativem Charakter gefördert werden, die sich der Stoffwechsel- und Gefäßproblematik von herzkranken Patienten mit Diabetes widmen. Dabei richtet sich die Ausschreibung des Stipendiums nicht nur an Grundlagenforscher oder klinisch tätige Wissenschaftler aus der Kardiologie und Endokrinologie/Diabetologie, sondern an alle Disziplinen, die sich dem Problemfeld nähern. Neben Innovationsgrad und gesellschaftliche Relevanz ist für die Gewähr der Forschungsförderung ausschlaggebend, dass Auftrag und Ziele im geplanten Projekt definiert und mit der Satzung der Stiftung vereinbar sind. Die Bewerber sollten bei Einreichen ihres Forschungsvorhabens das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Das erste DHD-Stipendium für eine herausragende Idee ging im letzten Jahr an die Kardiochirurgin Bettina Wiegmann von der Medizinischen Hochschule Hannover. Sie hat ihr Forschungsprojekt der Fragestellung gewidmet, welches Bypassmaterial für Diabetiker geeignet ist. In der Studie soll die vaskulär oxidative Balance bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und Typ-2-Diabetes im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Diabetes geklärt werden. Ziel ist es, die Eignung verschiedener Bypassmaterialien (Arterie vs. Vene) zu prüfen und neue Ansätze in Diagnostik und Therapie bei vaskulär oxidativem Stress zu liefern.

2010 wird das Forschungsstipendium zum zweiten Mal vergeben, im Rahmen der Stiftungsjahrestagung vom 03. bis 04. Dezember in Berlin. Der Antrag muss bis zum 01. September 2010 bei der Stiftung DHD (Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen) eingereicht werden. Die Stipendiaten werden von dem Kuratorium und dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung DHD unter allen Bewerbern ausgewählt und schriftlich informiert.

Weitere Informationen unter http://www.stiftung-dhd.de.

Bildunterschrift: Die Kardiochirurgin Bettina Wiegmann hat 2009 als erste Stipendiatin die Förderung erhalten. Sie untersucht die Eignung von Bypassmaterialien.
Bildquelle: privat

zuletzt bearbeitet: 29.07.2010 nach oben

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