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Partnerschaft und Familienplanung mit Diabetes

Glücklich zu Dritt mit gutem Diabetes-Management

Diabetesmanagement: Matthias Steiner Seit März dieses Jahres lernen Fans, Freunde und Verwandte Matthias Steiner in einer ganz neuen Rolle kennen. Einer der stärksten Männer der Welt, der 2008 bei den Olympischen Spielen Gold im Gewichtheben holte, ist zum ersten Mal Vater geworden. Das Familienglück und die Freude über Sohn Felix sind riesengroß. Besonders bei Matthias Steiner: Der Weltklasse-Gewichtheber, der seit seinem 18. Lebensjahr Diabetes Typ 1 hat, hat sich aufgrund seiner chronischen Erkrankung sehr genau über das Thema Familienplanung informiert.

Vier Fragen, die nicht nur den Olympiasieger beschäftigt haben, sondern für alle werdenden Väter mit Diabetes von Interesse sind.

Bekommt unser Kind auch Diabetes?

Eine Frage, die sich nicht ausblenden lässt. Matthias Steiner zeigt sich deshalb als Realist: "Diabetes ist vererbbar. Deshalb haben wir uns vor und während der Schwangerschaft bei meinem behandelnden Diabetologen genauestens über das mögliche Vererbungsrisiko informiert." Der Entschluss war dann schnell gefasst. "Die Chance, ein gesundes Kind zu bekommen, liegt bei über 93 Prozent", so der glückliche Vater.

Disziplin zum Messen? Von nun an mehr denn je!

Ein Kind ist unterwegs - Freude und Glückshormone im Überfluss! Doch woher nimmt man die Energie und Disziplin, sich regelmäßig um seinen Diabetes zu kümmern? "Manch einer nimmt sicherlich an, dass man von nun an weniger Lust und Zeit zum Messen hat. Aber in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall“, erklärt Matthias Steiner. "Die Freude über Felix spornt mich enorm an, regelmäßig zu messen und gute Werte zu erzielen. Schließlich werde ich gebraucht und möchte für meinen Sohn da sein." Dennoch findet der Gewichtheber es nachvollziehbar, dass eine Schwangerschaft und der neugeborene Nachwuchs ablenkend wirken, oder gar das Diabetes Management erschweren können.

"Die Schwangerschaft und das Leben zu Dritt sind neue Situationen, an die ich meinen Umgang mit Diabetes anpassen muss. Stresssituationen, unregelmäßige Schlafzeiten oder spontanes Toben auf dem Rasen können sich auf den Blutzuckerspiegel auswirken". Sein Tipp: Blutzuckerwerte auch ohne großen Aufwand genau im Blick behalten - zum Beispiel durch ein PC gestütztes Analysetool wie Accu-Chek Smart Pix, das die Messergebnisse grafisch und dadurch besser nachvollziehbar darstellt.

Wie werden wir dem Diabetes und der Schwangerschaft gerecht?

Wenn der erwartete Familienzuwachs den Alltag dominiert, bleibt dann noch genügend Zeit für den Partner mit Diabetes übrig? Hier gilt im Hause Steiner: Wir sind in allen Lebenssituationen für einander da und meistern sie gemeinsam. Schon als das Paar sich kennen lernte, war klar, dass Diabetes kein Geheimnis bleibt. Umso mehr plädiert Matthias Steiner für einen ehrlichen Umgang mit der Stoffwechselstörung in der Partnerschaft und in der Familie: "Wer offen mit Diabetes umgeht, hat Menschen um sich, die einem den Rücken stärken. Auf diese Aufmerksamkeit und Zuversicht möchte ich niemals verzichten - gerade jetzt nicht."

Ein neuer Lebensrhythmus? Nutzen Sie die Zeit für Extra-Messungen

Seitdem Felix auf der Welt ist, hat sich so einiges verändert. Vor allem: Nachts aufstehen ist von nun an angesagt, um Felix zu füttern und wieder in den Schlaf zu wiegen. Eine Herausforderung für Menschen mit Diabetes? Matthias Steiner bleibt gelassen, obwohl Schlaf wichtig für ihn ist, um am nächsten Tag fit im Training zu sein. Sein Trick: "Wenn ich nachts an der Reihe bin, messe ich noch mal meinen Blutzucker. Ist der Wert gut, gehe ich umso beruhigter wieder ins Bett und schlafe schneller ein."

Bildunterschrift: Diabetesmanagement: Matthias Steiner
Bildquelle: Roche Diagnostics GmbH

zuletzt bearbeitet: 08.07.2010 nach oben

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