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Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur

Neues IPF-Faltblatt listet Vorsorgeuntersuchungen auf

Jedes Jahr sterben in Deutschland 400.000 Menschen an den Folgen von Gefäßerkrankungen. Vier der fünf häufigsten Todesursachen in Deutschland sind Erkrankungen des Herzkreislaufsystems. Dazu zählen neben Herzinfarkt und Schlaganfall auch die Herzinsuffizienz und die chronisch ischämische Herzkrankheit, eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels.

In vielen Fällen könnte das Krankheitsrisiko durch rechtzeitige Früherkennungsuntersuchungen erkannt und durch geeignete Maßnahmen verringert werden. Darauf macht das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) aufmerksam.

Dazu hat das IPF in Zusammenarbeit mit dem Verband der Diagnostica- Industrie (VDGH) im Rahmen der Kampagne "Prävention stärken - jetzt handeln" eine neue Publikation veröffentlicht: Das Faltblatt "Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur" zeigt, welche Laboruntersuchungen es gibt und wann sie sinnvoll eingesetzt werden können. Es listet sowohl die Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen als auch sinnvolle Zusatzmaßnahmen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Denn neben dem "Check-up 35", der von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, gibt es noch weitere Laboruntersuchungen, die einer Herzschädigung frühzeitig auf die Spur kommen. Dazu gehören unter anderem die Bestimmung des Homocystein-Spiegels, der Nachweis des Entzündungsmarkers hs-CRP oder eine Laboruntersuchung auf die Blutfette HDL- bzw. LDL-Cholesterin. Für diese Tests genügt ein wenig Blut, um das eigene Krankheitsrisiko zu bestimmen.

Der Nachweis sogenannter natriuretischer Peptide - wie BNP und NT-pro-BNP - im Blut liefert Hinweise auf Funktionsstörungen des Herzmuskels und kann so frühzeitig auf eine Herzinsuffizienz, also eine Herzschwäche, hinweisen.

Viele dieser Untersuchungen gehören nicht zu den Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen, sondern müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Von den Kassen werden sie nur bei einem konkreten Krankheitsverdacht übernommen.

Weitere Informationen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den einzelnen Untersuchungen gibt das neue Faltblatt "Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur". Es kann kostenlos beim Infozentrum für Prävention und Früherkennung, Postfach 1101, 63590 Hasselroth bestellt oder im Internet unter www.vorsorge-online.de abgerufen werden.

Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) informiert die Öffentlichkeit über bestehende Möglichkeiten der Krankheitsvorsorge durch Laboruntersuchungen. Seit über zehn Jahren veröffentlicht das IPF in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten Broschüren und Faltblätter zu einzelnen Krankheiten und deren Früherkennung. Diese Veröffentlichungen können kostenlos angefordert werden. Das IPF wird vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) unterstützt. Seine Neutralität wird durch einen wissenschaftlichen Beirat gewährleistet, dem renommierte Mediziner angehören. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vorsorge-online.de.

zuletzt bearbeitet: 18.05.2010 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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