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diabetesDE-Chat am 20. Mai zum Thema "Diabetes und Schwangerschaft"

Pressemitteilung: diabetesDE

Risiken bei Schwangeren mit Diabetes erkennen und vermeiden

In Deutschland gibt es jedes Jahr etwa 6.000 Schwangerschaften bei Frauen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Hinzu kommen mehr als 22.000 Frauen, die während der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln, auch Gestationsdiabetes genannt. Experten vermuten jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen viel höher liegen. Denn Ärzte übersehen immer noch die Hälfte aller Fälle von Schwangerschafts-Diabetes. Die Ursache hierfür seien fehlende Blutzuckersuchtests. Welche Risiken bei schwangeren Frauen mit Diabetes bestehen und wie sie Folgeschäden für Kind und Mutter verhindern können, erklärt Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf im nächsten Experten-Chat am 20. Mai 2010. Sie ist Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft "Diabetes und Schwangerschaft" der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Fragen können Interessierte ab sofort schicken.

Auch heute noch sind Kindersterblichkeit und Fehlbildungsrisiko bei Schwangeren mit Diabetes um das drei- bis fünffache erhöht. Ursachen dafür sind zum einen, dass nicht jeder Schwangerschafts-Diabetes erkannt und entsprechend behandelt wird. Außerdem verändert sich der Insulinbedarf der Schwangeren. Besondere Regeln gelten für übergewichtige Diabetikerinnen: Sie benötigen sehr viel Insulin. Zudem sollten sie Stress vermeiden. Denn er kann schneller als sonst zu einer Entgleisung des Stoffwechsels führen.

Trotz der Risiken werden immer mehr Frauen mit Diabetes schwanger. In den Jahren 2007 bis 2008 stieg die Anzahl um zehn Prozent. Die Zahl der Frauen, die während der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln, nahm sogar um 25 Prozent zu. Damit die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, ist die fachärztliche Betreuung durch einen Diabetologen von Beginn an unerlässlich. Viele Diabetikerinnen haben jedoch trotz immer besserer Therapiemöglichkeiten Bedenken. Den Wunsch nach einem Kind begleiten meist viele Fragen: Wie stellen Schwangere ihre Blutzuckerwerte optimal ein? Ist eine Insulintherapie mit Pen oder Pumpe empfehlenswert und notwendig? Welche Risiken müssen bedacht werden? Und wie ernähren sich Diabetikerinnen während der Schwangerschaft am besten?

Die Expertin Dr. Schäfer-Graf hat zehn Jahre leitend im Perinatalzentrum des Klinikums Neukölln Schwangere mit Diabetes behandelt und ist nun als Oberärztin im St. Joseph-Krankenhaus, Berlin, tätig. Sie ist Gynäkologin und von der DDG anerkannte Diabetologin, eine in Deutschland einmalige Qualifikation.

Der Diabetes-Chat steht allen Internet-Nutzern kostenfrei zur Verfügung. Die Protokolle der letzten Sprechstunden können Sie hier abrufen. Eine weitere wichtige Anlaufstelle ist das Diabetes Gesundheitstelefon. Unter der Nummer 0180 250 5205 (6 Cent/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute) stehen täglich 24 Stunden Experten bereit.

Terminhinweis

Experten-Chat auf www.diabetesde.org
Fragen an die Expertin können ab sofort online gesendet werden: zum Kontaktformular Expertin: Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf
Thema: Diabetes und Schwangerschaft
Die Fragen werden live beantwortet am 20. Mai 2010 von 17.00 bis 19.00 Uhr.

zuletzt bearbeitet: 14.05.2010 nach oben

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