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Evaluation für PRIMAS startet im Sommer

Pressemitteilung: BERLIN-CHEMIE AG

FIDAM/BERLIN-CHEMIE AG: Update zum neuen Typ-1-Schulungsprogramm

Neuer Meilenstein in dem Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts der Diabetes Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) und der BERLIN-CHEMIE AG: knapp ein Jahr, nachdem der Startschuss für die Entwicklung eines zeitgemäßen und patientengerechten Schulungs- und Behandlungsprogramms für Menschen mit Typ-1-Diabetes gefallen ist, steht nun die Evaluationsphase an. Ab Sommer 2010 werden 34 Studienzentren deutschlandweit mit der sechsmonatigen Evaluation beginnen. Auch der Name des Schulungsprogramms steht jetzt fest: PRIMAS.

Der eingängige Name PRIMAS leitet sich aus "Schulungs- und Behandlungsprogramm für ein selbstbestimmtes Leben mit Typ-1-Diabetes" ab. Die Analogie zum lateinischen primus (eins) weckt direkt die Assoziation zum Typ-1-Diabetes und darüber hinaus sind es die Anfangsbuchstaben der sechs fiktiven Protagonisten Paul, Rita, Ingo, Murat, Anne und Sonja, deren Diabetes-Behandlung beispielhaft in den Schulungsmaterialien dargestellt wird.

Notwendigkeit von Patientenschulungsprogrammen

Die Patientenschulung ist ein wesentlicher Eckpfeiler bei der Behandlung von Diabetes mellitus. Hier werden Menschen mit Diabetes die nötigen Informationen vermittelt, die es ihnen ermöglichen, ihren Alltag mit der Stoffwechselerkrankung bestmöglich zu gestalten. Langfristiges Ziel einer Schulung ist es, mit einer guten Stoffwechseleinstellung das Auftreten von Folgeerkrankungen zu minimieren.

PRIMAS: Fokus auf Empowerment

Das neue Schulungs- und Behandlungsprogramm PRIMAS stellt den Patienten und nicht seine Erkrankung in den Mittelpunkt. Die Inhalte und die Art der Schulung beruhen auf den aktuellen diabetologischen, psychologischen und pädagogischen Erkenntnissen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sollen in die Lage versetzt werden, eigenverantwortlich zu handeln und im Sinne des Empowerment-Ansatzes aktiv ihre Therapie zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel der richtige Umgang mit Problemen und Schwierigkeiten genauso wie der regelmäßige Erfahrungsaustausch der Patienten untereinander.

Das Ziel ist – neben den medizinischen Aspekten – eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Wichtig ist hierfür vor allem das Erlernen von praktischen Fähigkeiten für ein optimales Selbstmanagement des Patienten.

Evaluationsphase ab Sommer 2010

Im Sommer 2009 fiel mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der BERLIN-CHEMIE AG und dem FIDAM unter der Leitung von PD Dr. Bernhard Kulzer, Prof. Dr. Norbert Hermanns und Prof. Dr. Thomas Haak, Bad Mergentheim, der Startschuss für die Entwicklung von PRIMAS. Während der einjährigen Entwicklungsphase wurden schließlich mittels der Expertise des FIDAM die Programminhalte erstellt.

Diesen Sommer beginnt nun die Evaluation in den 34 diabetologischen Schwerpunktpraxen. Während der multizentrischen, randomisierten und kontrollierten Studie werden somatische Werte wie der HbA1c-Wert, psychologische Faktoren wie die Lebensqualität und auch verhaltensbezogene Maße, wie zum Beispiel die Selbstkontrollfrequenz, untersucht. Dokumentiert werden diese Parameter vor und direkt nach der Schulung sowie nach ca. 6 Monaten, um die Nachhaltigkeit zu belegen.

Inklusive Patientenrekrutierung und Auswertung der Daten gehen die Studienleiter davon aus, dass 2012 Daten zur Effektivität von PRIMAS vorliegen.

zuletzt bearbeitet: 12.05.2010 nach oben

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