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Hochtontherapie lindert Nervenschmerzen bei Diabetikern

Pressemitteilung: gbo Medizintechnik AG

Das belegen Studienergebnisse der Universitätsklinik Heidelberg

Diabetikern, die unter Polyneuropathien leiden, kann jetzt mit der Hochtontherapie geholfen werden. In einer Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg gaben 73 Prozent der Teilnehmer an, dass sich ihre Beschwerden bereits nach vier Wochen Behandlungsdauer erheblich gebessert hätten.

Nervenschädigungen gehören zu den häufigen und besonders unangenehmen Komplikationen bei Diabetes. Etwa jeder dritte Diabetiker ist betroffen. Die Beschwerden treten zunächst an den Füßen und Beinen, in fortgeschrittenen Stadien manchmal auch an Händen und Armen auf. Patienten klagen über brennende und stechende Schmerzen, die vor allem in Ruhe oder nachts auftreten, sowie über Kribbeln und Taubheitsgefühle.

Die Heidelberger Wissenschaftler haben insgesamt 92 Patienten, die an Altersdiabetes und Nervenschädigungen litten, über einen Zeitraum von einem Monat zweimal pro Woche 60 Minuten lang mit der innovativen Weiterentwicklung der klassischen Elektrotherapie behandelt.

In der Studie hat sich gezeigt, dass diese elektrische Stimulation der Muskulatur zu einer Steigerung der Blutzirkulation führt – mit einem spürbaren Ergebnis für die Patienten: Bei 73 Prozent stellte sich während der Dauer der Studie eine signifikante Besserung ein – dabei fiel auf, dass die Therapie auch solchen Patienten eine deutliche Linderung brachte, die zuvor erfolglos mit Medikamenten behandelt worden waren. Generell stellten die Wissenschaftler fest: Je größer die Beschwerden waren, desto besser sprachen die Patienten auf die Hochtontherapie an. Andere Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Erkrankungsdauer spielten hingegen keine Rolle.

Neben Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl verringerten sich vor allem die stechenden, brennenden Schmerzen und die durch die Beschwerden bedingten Schlafstörungen. In einer Folgestudie wollen die Forscher nun die Wirksamkeit der Hochtontherapie mit der medikamentöser Therapien bei diabetischen Nervenschäden direkt miteinander vergleichen.

Diabetes-Patienten, die an Polyneuropathie leiden und an der Hochtontherapie interessiert sind, können diese entweder bei einem Arzt (Ärztesuche unter www.schmerz-med.de) oder aber mit einem speziellen Patientengerät, dem HiToP®191, bequem zuhause durchführen.

Mehr Informationen zur Hochtontherapie auf www.schmerz-med.de sowie an der Hotline Medizinische Muskelstimulation unter Tel. 06253-808155.

zuletzt bearbeitet: 19.03.2010 nach oben

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