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Diabetes und Reisen

Pressemitteilung: h&h DiabetesCare GmbH

Auf der sicheren Seite mit dem Glucoflex Sicherheits-Set

Keine Reise ohne entsprechende Vorbereitungen! Das gilt für alle und erst recht für Diabetiker. Es fängt mit den Planungen und der Buchung an und hört mit dem Kofferpacken auf. Bei Diabetikern kommt hinzu, dass sie, mit dem notwendigen Diabetes-Material ausgerüstet, auch am Urlaubsziel einiges beachten müssen. Nur dann kann die Reise ein unbeschwertes Erlebnis werden.

Informieren!

Wer gut informiert ist, kann flexibler handeln. Deshalb sollte sich jeder Diabetiker im Vorfeld über die Gegebenheiten im Reiseland informieren: Welche klimatischen Bedingungen sind zu erwarten? Bei großer Hitze kann das Insulin unter Umständen schneller wirken. Außerdem muss das temperaturempfindliche Insulin entsprechend geschützt gelagert werden. Falls das Insulin oder Tabletten abhanden kommen, ist es notwendig zu wissen, wie das Medikament im Reiseland heißt oder zumindest, welchen Wirkstoff es enthält. Kopien der Packungsbeilage sind dabei eine sinnvolle Unterstützung.

Auch mit exotischen Nahrungsmitteln kann der Reisende konfrontiert werden. Dabei ist die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel oft schwer einzuschätzen. Eine Hilfe bieten im Handel erhältliche spezielle BE-Tabellen, die auch über ungewohnte Nahrungsmittel Auskunft geben. Ansonsten hilft nur, häufiger zu messen. So kann die Reaktion des Körpers auf die ungewohnten Umstände schneller erkannt werden.

Besonders typische Reisekrankheiten wie Erbrechen, Durchfall und Erkältungen können den Stoffwechsel schnell durcheinander bringen. Auch typische Diabetes-Notfälle wie Unterzuckerungen und ketoazidotische Stoffwechselentgleisungen können häufiger sein. Wer sich schon im Vorfeld der Reise mit den Maßnahmen vertraut macht, die im Notfall ergriffen werden müssen, fühlt sich sicherer und kann souveräner reagieren.

Bei Fernreisen sind darüber hinaus etwaige Zeitverschiebungen zu beachten. Flüge in den Westen verlängern den Tag. Die entstehende Lücke bis zum gewohnten Tagesrhythmus muss bei einer Insulintherapie mit zusätzlichen Injektionen überbrückt werden. Bei Reisen in den Osten fehlen faktisch einige Stunden, weshalb sich der Insulinbedarf verringert. Der behandelnde Arzt oder das Diabetes-Schulungspersonal geben gerne Auskunft darüber, wie die Korrektur im Einzelfall erfolgen soll.

Nichts vergessen!

Da man nie wissen kann, was einen erwartet, ist es notwendig, von allen Verbrauchsmaterialien einen Notvorrat zusätzlich mitzunehmen. Das heißt: zusätzliche Teststreifen, Lanzetten und, wenn benötigt: Tabletten, Insulin, Spritzen (auch als Ersatz für den Pen) und Penkanülen.

Darüber hinaus sind ein Diabetikerausweis (auch in Landessprache), ein Diabetikertagebuch, eine Auslandskrankenversicherung, die Versichertenkarte, bei Flugreisen eine ärztliche Bescheinigung über das notwendige Mitführen von Diabetikerzubehör, Alkoholtupfer zur Hautreinigung unterwegs und Ersatzbatterien für das Messgerät empfehlenswert.

Auch für Notfälle sollte man gerüstet sein, denn sie treten in ungewohnter Umgebung häufiger auf

Als schneller Energielieferant kann Traubenzucker den Blutzucker anheben und vor Unterzuckerungen schützen. Ideal ist dabei wasserdicht und unempfindlich verpackter Flüssigzucker (z. B. HYPO-FIT®) in Folienbeuteln, der überall hin mitgenommen werden und schnell ohne Kauen und Wasser geschluckt werden kann.

Wenn das Messgerät versagt oder die Teststreifen feucht geworden sind, muss auf andere Möglichkeiten zurückgegriffen werden. Ideal ist dabei ein Notfall-Set (z. B. GLUCOFLEX-Sicherheits-Set), das alles beinhaltet, was zur Blutzuckermessung benötigt wird – natürlich einzeln verpackt. Darin sind enthalten: visuell ablesbare, aber trotzdem präzise Blutzuckertest-streifen, Einmallanzetten, Alkoholtupfer und Papiertücher sowie Flüssigzucker.

Für insulinpflichtige Diabetiker sind darüber hinaus Keton-Teststreifen sinnvoll, um eine Stoffwechselentgleisung rechtzeitig erkennen zu können.

Wie verpacken?

Da Insulin keinen Temperaturen über 30° C ausgesetzt werden darf, sind Kühltaschen sinnvoll. Das kann eine Tasche mit Kühlelementen sein, die vorher im Kühlschrank vorgekühlt werden, oder auch nur eine Thermosflasche, in der die Insulinfläschchen oder der Pen aufbewahrt wird. Spezielle Taschen mit feuchtem Gel oder ein nasses Handtuch um den Pen gewickelt schützt das Insulin durch Verdunstungskälte vor zu hohen Temperaturen.

Auch bei unter 4° C kann das Insulin an Wirksamkeit verlieren. Deshalb sollte bei Flugreisen kein Insulin im Koffer transportiert werden und alles ins Handgepäck, da in den Frachträumen oft Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen. Im Skiurlaub genügt es, den Pen dicht am Körper (Innentasche) zu tragen.

Da bei jeder Reise mit Gepäckverlust gerechnet werden muss, sollte das Diabetikerzubehör unbedingt auf mehrere Gepäckstücke verteilt werden. Insulinampullen und Flüssigtraubenzucker müssen, wie andere Flüssigkeiten auch, in durchsichtigen Folienbeuteln durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen transportiert werden.

zuletzt bearbeitet: 10.03.2010 nach oben

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