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Sonnenbaden bringt alte Recken in Schwung

Pressemitteilung: synlab Services GmbH

Deutlicher Anstieg des Testosteronspiegels durch Vitamin D

Müde, abgespannt, keine Lust auf Sex? Symptome, die in den Wintermonaten häufig auftreten. All das könnte durch einen Mangel an Vitamin D verursacht sein, wie Ergebnisse einer neuen Untersuchung zeigen, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift "Clinical Endocrinology" veröffentlicht wurde.

Nach dieser Studie gibt es nämlich einen engen Zusammenhang zwischen Vitamin-D und der Höhe des Testosteronspiegels im Blut. Das fand eine Forschergruppe um Professor Winfried März von synlab Heidelberg heraus, die 2.300 Männer im Alter von durchschnittlich 62 Jahren untersuchte. "Männer mit genug Vitamin-D im Blut hatten zugleich auch höhere Testosteron-Werte als jene, die geringere Vitamin-D-Werte aufwiesen", so Professor März.

Ein Absinken der Testosteron-Werte mit zunehmendem Lebensalter hat eine verminderte Libido und deutlich weniger Schwung und Energie zur Folge. Außerdem gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Mangel an Vitamin D und verschiedenen chronischen Erkrankungen, wie Krebs, Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen.

Bei der Produktion von Vitamin D spielt das Sonnenlicht die entscheidende Rolle. Mehr als drei Viertel des Vitamin D wird durch UVB Strahlen aus dem Sonnenlicht in der Haut gebildet, nur ein geringer Anteil von Vitamin D kann über die Nahrung aufgenommen werden.

Die höchsten Testosteronwerte wurden im sonnenreichen August gemessen, wogegen in den sonnenarmen Herbst- und Wintermonaten die Vitamin-D-Spiegel deutlich absanken und im März am niedrigsten waren. "Das UVB-Licht ist und bleibt der wichtigste Lieferant, wer zu wenig in der Sonne ist, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzung einnehmen", so Dr. Elisabeth Wehr und Prof. Dr. Barbara Obermeyer-Pietsch von der Abteilung Endokrinologie der Universität Graz, die ebenfalls an dieser neuen Studie beteiligt waren. "Fetter Fisch ist ein besonders guter Vitamin-D-Lieferant", erklärten die Forscherinnen. Dennoch könne die Nahrung alleine nicht genügend Vitamin liefern.

"Die Entscheidung, ob Vitamin D zusätzlich eingenommen werden soll, kann durch einen Bluttest auf Vitamin D erleichtert werden", so Professor März abschließend.

zuletzt bearbeitet: 02.03.2010 nach oben

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