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Unabhängige Patientenberatung

Ein Modell mit Zukunft

Seit 2001 hat der Gesetzgeber die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, im Rahmen eines Modellvorhabens Patientenberatung zu fördern. Die zweite Modellphase, die "Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)", läuft mit Ende diesen Jahres aus. Anlässlich der Veranstaltung des GKV-Spitzenverbandes zur Zukunft der Patientenberatung erklärt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller:

"Das Bekenntnis der Regierungskoalition ist bekannt: eine unabhängige Beratung von Patientinnen und Patienten soll ausgebaut werden. Der heute vorgelegte Zwischenbericht verdeutlicht: Die UPD hat die Modellphase erfolgreich genutzt und gute Fortschritte erzielt. Ich finde, die Mitarbeiter der UPD haben gute Arbeit geleistet - meine Anerkennung dafür!

Gleichwohl sehe ich strukturellen Verbesserungsbedarf: Kooperationen sollten weiter ausgebaut, Qualitätsstandards vereinheitlicht und der Zugang zur Beratung erleichtert werden. Eine weitere Fokussierung auf die Kernthemen sollte stattfinden.

Eine Funktion fehlt mir aber fast gänzlich, die des Seismographen. Der aktuelle Zwischenbericht von Prognos spricht dies deutlich an: Die UPD muss aufgrund der bundesweiten Präsenz eine Rückmeldefunktion in das Gesundheitssystem entwickeln.

Der zweite wichtige Punkt ist die Unabhängigkeit. Natürlich ist die UPD grundsätzlich als unabhängig zu bezeichnen. Aber es gibt z. B. ein Vetorecht der Geldgeber, die der Kritik der Abhängigkeit Vorschub leistet. Diese Fragen müssen von der Politik gelöst werden und zwar schnell.

Zusammen mit Bundesministers Dr. Rösler werde ich zügig den parlamentarischen Gremien Vorschläge machen, wie wir auf der Basis des Bestehenden die unabhängige Beratung zur Regelleistung gestalten."

Weitere Informationen unter: www.patientenbeauftragter.de.

zuletzt bearbeitet: 25.02.2010 nach oben

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