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diabetesDE und der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) beschließen Gesamtorganisation

Vorbild ist das britische Zweikammermodell

Bislang gab es im Bereich Diabetes in Deutschland keine Gesamtorganisation wie z. B. "Diabetes UK" in Großbritannien: alle Patienten und Berufsgruppen unter einem Dach vereint. Aus diesem Grunde trafen sich in Meiningen die Vorstände und Geschäftsführer von diabetesDE und dem Deutschen Diabetiker Bund (DDB), um eine engere Zusammenarbeit anzustreben. Das Ziel: gemeinsam für eine möglichst gute Versorgung, Prävention und Forschung für Menschen mit Diabetes zu kämpfen.

In der "Meininger Erklärung" (PDF-Download 427 kb) einigten sich die Vorstände darauf, in Zukunft gemeinsamen zum Wohl der Patienten zusammenarbeiten, sich zu informieren und abzustimmen. Als Vorbild soll das englische Zweikammermodell mit einer Kammer aus Diabetesfachleuten (DDG und VDBD) und einer Kammer für Betroffene und Interessierte (DDB und gegebenenfalls andere) gelten. Diese Kammern sind gewählte Delegiertenversammlungen, aus denen ein gemeinsamer Vorstand gewählt wird.

Es wird eine gemeinsame Satzungskommission gebildet, die auf dieser Basis einen Satzungsvorschlag entwickelt. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Bundesvorstands des DDB und des Vorstands von diabetesDE wird dieser Vorschlag abgestimmt und beschlossen. Dieser Satzungsvorschlag wird dann dem erweiterten Bundesvorstand des DDB zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt, und in einem nächsten Schritt den Mitgliederversammlungen der DDG und VDBD im Mai 2010 vorgelegt werden. Letztlich wird die neue Satzung durch eine Delegiertenversammlung von diabetesDE beschlossen.

Die neue gemeinsame Organisation soll den Namen diabetesDE tragen, die DDG und VDBD, sowie der DDB bleiben als selbständige Organisationen erhalten.

Dieser Prozess soll bis zum Weltdiabetestag 2010 am 14. November abgeschlossen sein, der gemeinsam in Berlin ausgerichtet wird.

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zuletzt bearbeitet: 19.01.2010 nach oben

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