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Magenoperation ersetzt lebenslanges Spritzen bei Diabetes Typ 2

Adipositaschirurgie für Normalgewichtige

Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 können neuerdings mit einer Operation am Magen behandelt werden: Ein Magenbypass erweist sich bei fettleibigen Diabetikern als hoch wirksam. Ähnliche Erfolge erzielen Chirurgen mit einer Verkleinerung des Magens. Über neueste Erkenntnisse der Adipositaschirurgie bei Diabetes Typ 2 und deren hormonelle Mechanismen diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) auf einer Pressekonferenz am 9. Dezember 2009 in Berlin.

Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Davon spritzen etwa zwei Millionen täglich Insulin. Die meisten nehmen zudem Blutzucker senkende Medikamente und müssen ihre Ernährung umstellen. "Ein chirurgischer Eingriff am Magen könnte diese lebenslangen Therapien ersetzen und langfristig Behandlungs- und Folgekosten senken", sagt Professor Dr. med. Markus Büchler, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Auch bei normalgewichtigen Diabetikern zeigt die Operation Erfolge.

Um den Eingriff neben Insulintherapie und Blutzucker senkenden Medikamenten einsetzen zu können, müssen weitere Studien folgen. Wie Experten der DGCH die antidiabetische Wirkung der Adipositaschirurgie einschätzen und welche Mechanismen dahinter stehen, ist ein Thema der morgigen Pressekonferenz im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin.

Terminhinweis:
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)
Termin: Mittwoch, 9. Dezember 2009, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Bibliothek der DGCH, Luisenstraße 59, 10117 Berlin.

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zuletzt bearbeitet: 08.12.2009 nach oben

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