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Förderung der Erforschung von Adipokinen als Prädiktoren bei Typ-2-Diabetes

Pressemitteilung: MSD SHARP & DOHME GMBH

MSD-Stipendium 2009 Diabetologie für Dr. Caroline Jung-Sievers

Für Ihr Forschungsvorhaben "Neue Adipokine als Prädiktoren für die Inzidenz des Typ-2-Diabetes mellitus bei Frauen" erhält die Münchner Wissenschaftlerin Dr. med. Caroline Jung-Sievers das diesjährige MSD-Stipendium Diabetologie. Durch das mit 12.000 Euro dotierte Stipendium wird ein Forschungsaufenthalt zwecks Erlernens neuer Analysemethoden bei dem Endokrinologie- und Diabetesexperten Prof. Christos Mantzoros an der Harvard Medical School in Boston finanziert.

Die aktuelle Adipositasforschung hat gezeigt, dass Fettgewebe ein hochaktives endokrines Organ ist, das viele bioaktive Moleküle produziert – die sogenannten Adipokine. Über die Sekretion dieser Adipokine kann das Fettgewebe zur Entstehung und Verschlechterung von Insulinresistenz und assoziierten metabolischen Erkrankungen beitragen.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Innere Medizin, Endokrinologie und Klinische Chemie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München beschäftigt sich Dr. Jung-Sievers schwerpunktmäßig mit der Erforschung endokriner Faktoren bei metabolischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen. Derzeit untersucht sie die Bedeutung von Testosteron bei Typ-2-Diabetes, und sie konnte bereits eine Assoziation von Testosteronwerten mit dem Auftreten eines Typ-2-Diabetes bei Frauen nachweisen. Auch bei diesem Projekt besteht bereits eine Kooperation mit Professor Mantzoros vom Beth Israel Deaconess Medical Center der Harvard Medical School in Boston.

Innerhalb derselben Patientengruppe, bestehend aus 3.000 Frauen der multizentrischen epidemiologischen Studie DETECT (Diabetes Cardiovascular Risk-Evaluation: Targets and Essential Data for Commitment of Treatment), will Frau Dr. Jung-Sievers zusätzlich zum Testosteron auch die Rolle verschiedener Adipokine (PBP-4, Ghrelin, Adiponektin und Visfatin) bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes untersuchen.

Die dafür notwendigen Techniken und Laborbestimmungsmethoden will sie in ihrem achtwöchigen Forschungsaufenthalt bei Professor Mantzoros in Harvard erlernen, um sie anschließend am Max-Planck-Institut in München selbst durchführen und in zukünftigen Bed-to-bench-Ansätzen etablieren zu können. Durch das MSD-Stipendium 2009 Diabetologie wird ihr dieser Forschungsaufenthalt ermöglicht. Die Übergabe des Stipendiums an die Preisträgerin erfolgt im November 2009 im Rahmen der gemeinsamen Tagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft DDG) und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) in Berlin.

Das MSD-Stipendium 2009 Diabetologie ist eines von insgesamt neun ausgeschriebenen indikationsspezifischen Forschungsstipendien für junge promovierte Humanmediziner. Die Stipendien sollen ihnen einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt an renommierten wissenschaftlichen Instituten im In- oder Ausland ermöglichen, damit sie die dort gelernten Fähigkeiten und Kenntnisse anschließend an ihrem Heimatinstitut bzw. ihrer Heimatklinik implementieren können. Jedes dieser Forschungsstipendien ist mit 12.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Stipendiaten trifft jeweils eine unabhängige Jury aus hochrangigen Wissenschaftlern. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten im Internet unter http://www.msd.de/uebermsd/stip/home.html.

zuletzt bearbeitet: 11.11.2009 nach oben

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