Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2009 > 091022b

ADVANCE bietet neue Erkenntnisse im Kampf gegen schwere Diabetes-Komplikationen

Pressemitteilung: SERVIER

Aktuelle Daten vom IDF-Kongress

Die neuen Ergebnisse von ADVANCE (Action in Diabetes and Vascular Disease: Preterax and Diamicron MR Controlled Evaluation), der weltweit größten klinischen Studie, an der Patienten mit Diabetes vom Typ 2 teilnahmen, bieten wichtige Erkenntnisse bezüglich der Therapiemöglichkeiten mit einer effizienten und sicheren Kontrolle des Blutzuckers, um die ernsthaften Komplikationen zu reduzieren, die von Diabetes verursacht werden können.

Die neuen Daten von ADVANCE, die heute auf dem IDF-Kongress (International Diabetes Federation) präsentiert wurden, zeigen, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der intensiven Kontrolle des Blutzuckers mit der Gliclazid MR (Modified Release) (Diamicron MR)-basierenden Behandlung bei unterschiedlichen Patienten unter verschiedenen klinischen Bedingungen aufrechterhalten wird.[1]

ADVANCE zeigte, dass die intensive Kontrolle des Blutzuckers mit einer auf Gliclazide MR basierenden Behandlung von Patienten mit Diabetes vom Typ 2 das kombinierte Risiko von makrovaskulären und mikrovaskulären Komplikationen reduziert, primär aufgrund einer Reduzierung des Nephropathie-Risikos.[2]

Sophia Zoungas, ADVANCE Study Investigator, vom George Institute for International Health, Australien, meinte dazu: "Die intensive Kontrolle des Blutzuckers einer auf Gliclazide MR basierenden Behandlung senkte den HbA1c (Langzeitblutzuckerwert, Anm. d. Red.) unabhängig vom Alter, der Dauer der Diabetes, des Geschlechts, des Body-Mass-Index oder des HbA1c bei Beginn der Studie sowie der anfänglichen Behandlungmethoden zur Blutzuckersenkung. Die auf Gliclazid MR basierende Behandlung zeigte eine gute Verträglichkeit mit nur geringen schweren Hypoglykämien und keiner Gewichtszunahme."

ADVANCE zeigte einen positiven Trend bei der Reduzierung schwerer kardiovaskulärer Komplikationen bei Patienten, die mit einer intensiven Blutzuckerkontrolle behandelt wurden.[2] Das Ergebnis wurde in einer kürzlich durchgeführten gemeinsamen Metaanalyse mit vier Versuchen bezüglich der intensiven Blutzuckersenkung bestätigt, einschließlich ADVANCE und ACCORD, die eine signifikante Reduzierung der kardiovaskulären Komplikationen um 9 % und primär eine Reduzierung der Herzinfarkte um 15 % zeigten.[3]

Basierend auf Beobachtungsdaten haben mehrere nationale Register (einschließlich mehr als 70.000 Patienten mit Diabetes vom Typ 2) kürzlich berichtet, dass Behandlungsmethoden für die Blutzuckersenkung, die Gliclazid umfassen, im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert werden.eins[4,5]

Professor John Chalmers, ADVANCE Principal Investigator des George Institute for International Health, Australien meinte abschließend: "ADVANCE ist ein riesiger Pool wertvoller klinischer Informationen. Aus diesem Grund planen wir fortlaufende Nachuntersuchungen der ADVANCE-Patienten und sind davon überzeugt, dass die neue Studie ADVANCE-ON[6] weltweit eine entscheidende Rolle bei der künftigen klinischen Behandlung von vielen Millionen von Patienten mit Diabetes vom Typ 2 spielen wird."

Zusätzliche neue Daten

Auf dem IDF-Kongress boten die ADVANCE-Untersuchungssachverständigen außerdem wichtige Einblicke in die Indikatoren, die das kardiovaskuläre Risiko in dieser Bevölkerungsgruppe vorhersagen.[7]

Das Alter beim Stellen der Diagnose, die bekannte Dauer der Diabetes, Geschlecht, Pulsdruck, behandelter Bluthochdruck, Herzflimmern, Retinopathie, HBA1c, Albumin/Kreatinin-Quotient und nicht-HDL-Cholesterinspiegel an der Basislinie wurden als signifikanate Prädiktoren von kardiovaskulären Komplikationen beobachtet. Von den ADVANCE-Untersuchungssachverständigen wurde unter Einbeziehung dieser Variablen ein neues Tool für die Risikovorhersage entwickelt, das den Weg für ein neues "Risikomodul" (risk engine) ebnet und möglicherweise für heutige Patientengruppen relevanter ist als ältere Risikovorhersagetools, beispielsweise die Framingham- und UKPDS-Modelle (United Kingdom Prospective Diabetes Study).[7]

Weitere Informationen im Internet unter: http://www.advance-trial.com/.

Quellen

  1. Chalmers J, Zoungas S, Ninomiya T, u.a. Neue Ergebnisse von ADVANCE. IDF-Kongress, Vortragseinladungen, 22. Oktober 2009. Montreal, Kanada.
  2. ADVANCE Collaborative Group. Intensive blood glucose control and vascular outcomes in patients with type 2 diabetes. N Engl J Med. 2008;358:2560-2572.
  3. Turnbull F, Abraira C Anderson R Byington R Chalmers J et al. Intensive glucose control,and macrovascular outcomes in type 2 diabetes. Diabetologia, ePub Vorabdruck, 5. August 2009.
  4. Schramm TK. Eur Heart J. 2009;30(suppl):304. Abstract ESC Kongress 2009.
  5. Khalangot M et al, Diabetes Res Clin Pract. 29. Sep. 2009, [Epub Vorabdruck].
  6. Zoungas S, Patel A, Neal B, et al ADVANCE-ON: a post-trial observational study. Oral presentation, IDF Kongress, 21. Oktober 2009, Montreal, Kanada.
  7. Kengne AP, Patel A, Colagiuri S, u.a. Derivation of the ADVANCE models for predicting the risk of major cardiovascular disease in people with diabetes. Oral presentation, IDF Kongress, 20. Oktober 2009.

zuletzt bearbeitet: 22.10.2009 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Lasar Liepins

Lasar Liepins

Weitere Angebote:

Diabetes- und weitere Infos in Fremdsprachen

Angesichts der vielen Flüchtlinge zeigt DiabSite, wo es Diabetes- und weitere Gesundheitsinfos auf Arabisch, Persisch, Russisch etc. gibt.