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Prävention des Diabetes mellitus Typ 2

Abstract zum Vortrag von Professor Dr. med. Stephan Jacob am 2. Oktober 2009.

Bedeutung der rechtzeitigen Erkennung des Diabetesrisikos

Der Diabetes mellitus Typ 2 nimmt weltweit erheblich zu. Einer der Hauptgründe hier ist vor allem der "westliche" Lebensstil mit dem zunehmenden Übergewicht. Übergewicht entsteht durch eine falsche Ernährung und zu wenig Bewegung im Alltag.

Treffen die schlechten Lebensgewohnheiten noch dazu auf eine familiäre Belastung, also auf genetische Risikofaktoren, dann gibt es ein besonderes Risiko einer Entwicklung des Diabetes mellitus Typ 2. Durch kleine Änderungen des Lebensstils kann jeder Einzelne vorbeugen, dass ein Diabetes mellitus entsteht.

Leider entdecken wir immer mehr jüngere Leute, die einen (früher so bezeichneten) "Altersdiabetes" aufweisen, sogar bereits bei Kindern und Jugendlichen, deshalb ist es wichtig, bereits in jungen Jahren die Begeisterung für eine abwechslungsreiche Ernährung und sportliche Betätigungen zu wecken.

Was können wir tun?

Wir sollten früher daran denken, dass ein Diabetes mellitus vorliegen könnte und daher früher untersuchen, besonders bei Risikogruppen: Wenn in der Familie bereits Diabetes mellitus Typ 2 vorliegt und bei den Personen, die einen erhöhten Blutdruck haben, die übergewichtig sind, bei Frauen, die einmal einen Schwangerschaftsdiabetes hatten oder bei Personen, bei denen bereits erhöhte Werte aufgewiesen wurden, beispielsweise während einer Operation oder einer schweren Entzündung (Grippe, Lungenentzündung) sowie bei Personen, die bereits eine Fettstoffwechselstörung haben.

Die einfachste Risikoerkennung erfolgt aber immer noch über die Waage und die Messung des Bauchumfanges. Gerade beim Übergewicht mit der bauchbetonten Fettverteilung ist das Risiko deutlich erhöht. Daher ist die Aufklärung zur Prävention der Volkskrankheit Diabetes besonders wichtig. Betroffene sollten die Risikofaktoren kennen und Tipps erhalten, wie sie selbst und ganz individuell etwas zu ihrer eigenen Gesundheit beitragen können.

Grundsätzlich gilt: je früher das Risiko erkannt wird, umso eher kann etwas dagegen getan werden. Und: Untersuchungen belegen, dass eine frühe Umstellung des Lebensstils bei Betroffenen (mit "nur" einer Störung der Glukosetoleranz) der Entwicklung des Diabetes mellitus vorbeugen kann.

Diese Maßnahmen sind interessanterweise genau die, die einen guten Einfluss auf die Fettstoffwechselstörung und den Blutdruck haben: Ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung!

Also, worauf warten SIE noch?

Professor Dr. med. Stephan Jacob, Villingen-Schwenningen, im Rahmen einer Pressekonferenz zur Aktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" von Sanofi-Aventis in Villingen-Schwenningen.

zuletzt bearbeitet: 03.10.2009 nach oben

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