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Hilfe für dicke Kinder: Vorbeugung wirkt

Pressemitteilung: BKK-Essanelle

BKK-Projekt gegen Folgeschäden von Übergewicht

Was Kinder mögen, ist süß: Zwei Stücke Würfelzucker stecken in einem Kinderjoghurt, drei können in einem Esslöffel Ketchup sein und bis zu 13 Stücke Würfelzucker enthält eine Dose Limonade. Gut 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind zu dick. Damit hat sich der Anteil übergewichtiger Kinder seit den 80er Jahren verdoppelt.

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September warnt die BKK Essanelle vor den Folgeschäden. Denn dicke Kinder sind oft auch als Erwachsene dick. Und sie haben ein hohes Risiko, später unter Herzkrankheiten oder Diabetes zu leiden. Zur Aufklärung und Vorbeugung führt die Kasse seit mehreren Jahren das Präventionsprojekt "Springmaus" in Kindergärten durch.

Neuesten Studien zufolge finden sich Anzeichen für Folgeerkrankungen des Übergewichts bereits im Kindesalter. Doch die Studien zeigen auch, dass Vorbeugung wirkt: Wenn Kinder sich viel bewegen, regelmäßig Sport treiben und über gesundes Essen aufgeklärt werden, sinkt das Erkrankungsrisiko und die Häufigkeit von Übergewicht. Das vermittelt das Präventionsprojekt deshalb schon Kindergartenkindern. Entwickelt wurde das Programm von der Sporthochschule Köln. Mindestens ein halbes Jahr lang prägt ein Springmaus-Projekt den Kindergarten-Alltag. Für eine langfristige Veränderung werden die Erzieherinnen geschult und die Eltern mit eingebunden. Schirmherrin ist Anja Fichtel, Doppel-Olympiasiegerin und fünffache Weltmeisterin im Florettfechten, selbst Mutter von drei Kindern.

Je früher mit Präventionsprogrammen begonnen wird, desto besser, sagen auch die Forscher des Herzzentrums Leipzig, die Gefahren des kindlichen Übergewichts ermittelten: höherer Blutdruck, eingeschränkte Gefäßregulierung sowie eine Vorstufe von Diabetes oder eine Frühform der Arteriosklerose, dazu Knie- und Hüftgelenksschäden. Krankheiten, die durch Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung ausgelöst werden, verursachen schon heute jährliche Kosten von 70 Milliarden Euro. Kinder sollten jeden Tag 60 Minuten körperlich aktiv sein, das empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO.

zuletzt bearbeitet: 18.09.2009 nach oben

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