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Bewegung ist ein sehr wirksames Medikament

Verhaltensänderungen bei Menschen mit Metabolischem Syndrom - Chance oder Utopie?

Die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen in Deutschland steigt immer weiter an. Mit dramatischen Folgen: Insbesondere bei starkem Übergewicht entwickeln viele Betroffene zusätzlich Bluthochdruck, Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen - das sogenannte Metabolische Syndrom. Häufige Auslöser sind Bewegungsmangel und Fehlernährung, den Betroffenen drohen Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes.

Dem Ziel, diese Zusammenhänge bekannt zu machen und Auswege aufzuzeigen, dienen zwei Veranstaltungen der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! mit Sitz in Baierbrunn: Zum festlichen Auftakt werden an diesem Freitag der GESUNDHEITSPREIS 2009 für ein herausragendes Projekt und zwei MEDIENPREISE für besonders gelungene journalistische Berichterstattung über das Thema verliehen. Im Anschluss daran findet das Wissenschaftliche Symposium zur Fragestellung "Verhaltensänderungen bei Menschen mit Metabolischem Syndrom - Chance oder Utopie?" mit international anerkannten Experten statt.

Den Festvortrag zur Preisverleihung vor Ehrengästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien hält Dr. Susanne Holst, Ärztin und Tagesschau-Moderatorin.

Der mit 25.000 Euro dotierte GESUNDHEITSPREIS 2009 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! geht an das kommunale Präventionsprojekt "Gesundheit zum Mitmachen", das Prof. Alexander Woll von der Universität Konstanz in Zusammenarbeit mit der AOK Mittlerer Oberrhein und der Gemeinde Bad Schönborn entwickelt hat. Durch niedrigschwellige Bewegungsangebote gelingt es in diesem Projekt, die durchschnittliche körperliche Aktivität der Teilnehmer deutlich zu erhöhen. "Bewegung ist ein sehr wirksames Medikament zur Vorbeugung und Behandlung des Metabolischen Syndroms", sagt Hartmut Becker, Facharzt für Allgemeinmedizin und 1. Vorsitzender der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! "Regelmäßige körperliche Aktivität hilft gegen Übergewicht, schützt vor Diabetes, verbessert den Fettstoffwechsel und senkt den Blutdruck."

Den MEDIENPREIS 2009 in der Kategorie Hörfunk in Höhe von 12.500 Euro erhält Regine Hauch für ihren Beitrag "Das Skalpell als letzte Hoffnung - Grenzen und Möglichkeiten der Adipositas-Chirurgie", ausgestrahlt in der Sendereihe des Wissenschaftsmagazins Leonardo am 7. Januar 2009. Der Radiobeitrag berichtet über die - in schwer behandelbaren Fällen immer öfter notwendige - chirurgische Therapie der Adipositas und vermittelt auch die Erkenntnis, dass es sinnvoll wäre, Adipositas durch eine nachhaltige Änderung des Lebensstils zu behandeln.

Den mit 12.500 Euro dotierten MEDIENPREIS in der Kategorie Fernsehen verleiht die Stiftung an Monika Grebe für den Beitrag "Die Dickmacher - und wie wir ihnen entkommen", ausgestrahlt in der Sendereihe Quarks & Co. des WDR-Fernsehens am 29. April 2008. Die WDR-Redakteurin und ihr Team haben es auf vorbildliche Art geschafft, die Auslöser des Metabolischen Syndroms auf sehr anschauliche Weise im Leben des Normalbürgers aufzuspüren und auch Auswege daraus darzustellen.

Beim 4. Wissenschaftlichen Symposium der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! unter dem Titel "Verhaltensänderungen bei Menschen mit Metabolischem Syndrom - Chance oder Utopie?" diskutieren international renommierte Experten über den aktuellen Stand zum Thema Metabolisches Syndrom. Vorsitzender des Symposiums ist der anerkannte Experte für das Metabolische Syndrom Prof. Dr. med. Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für klinische Studien der Technischen Universität Dresden.

zuletzt bearbeitet: 03.07.2009 nach oben

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