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Diabetiker in Costa Rica an Schweinegrippe verstorben

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite

Weltweit mehr als 4.300 Menschen an Influenza A (H1N1) erkrankt

Die Schweinegrippe weitet sich aus. An der auch als "Mexikanische Grippe" bezeichneten Virusinfektion sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO heute mehr als 4.300 Menschen in 29 Ländern erkrankt. In Costa Rica verstarb ein 53-jähriger Diabetiker, der zudem an Asthma litt, an den Folgen der Neuen Grippe.

Aufgrund des bisher meist milden Krankheitsverlaufs nehmen viele den neuen Virus nicht ernst. Für chronisch Kranke - z. B. Diabetiker - könnte das fatale Folgen haben, wie ein Fall aus Costa Rica zeigt, über den die Tagesschau am 9. Mai in ihrer Abendausgabe berichtete.

Für Menschen mit Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen darf demnach zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall Entwarnung gegeben werden. Denn auch wenn es in Deutschland bisher nur elf bestätigte Fälle von Influenza A (H1N1) und keine Todesfälle gibt, ist das Risiko einer Epidemie keineswegs gebannt. Das Virus ist enorm anpassungsfähig, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Hacker, im Interview mit DiabSite Diabetes-Radio betonte. Es kann sich jederzeit verändern.

Im Falle einer Pandemie könnte es vor allem bei Diabetikern und anderen chronisch Kranken zu unvorhersehbaren Komplikationen kommen, die wie in Costa Rica auch tödlich enden können. Vor allem dann, wenn das Virus - wie Experten befürchten - in den nächsten Wochen deutlich aggressiver wird, könnte die Zahl der jetzt über 50 Grippe-Toten deutlich steigen.

Das RKI empfiehlt daher vor allem Risiko-Patienten wie Menschen mit Diabetes auch jetzt noch eine Grippeschutzimpfung. Denn diese beinhaltete nicht nur spezielle Antikörper gegen die saisonale Grippe, sondern auch unspezifische Antikörper, die im Falle einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus möglicherweise zu einem günstigeren Krankheitsverlauf führen könnten.

Autor: hu; zuletzt bearbeitet: 10.05.2009 nach oben

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