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Forschung zur Diabeteserkrankung

Pressemitteilung: Fachhochschule Jena

Fachhochschule Jena im Gemeinschaftsprojekt mit der Picardie

Seit diesem Frühjahr läuft im Fachbereich Medizintechnik/Biotechnologie der FH Jena unter Leitung von Prof. Dr. Karl-Heinz Feller ein Drittmittelprojekt mit der Picardie, einer Region in Frankreich, die bereits seit 15 Jahren enge Kontakte zu Thüringen pflegt.

Mit Partnern der Technischen Universität Compiegne und der Universität der Picardie Jules Verne in Amiens soll in den nächsten drei Jahren eine neuartige Technologie-Plattform für die Nutzung von MIPs (molecular imprinted polymers) und Fluoreszenzmarkern entwickelt werden, die es ermöglicht, auf einfache Weise Glukose-Konjugate in biologischen Proben zu detektieren und deren Struktur zu ermitteln.

Dazu soll ein entsprechender Messaufbau zur mikrofluidischen Fluoreszenz-Sensorik unter Mithilfe regionaler industrieller Kompetenzträger wie der Dyomics Jena (Synthese von spezifischen Fluoreszenzfarbstoffen), der Quantifoil micro tools Jena (Entwicklung von Substraten für die Mikrosensorik) und der MAZeT Jena (Entwicklung von Multicolor-Farbsensoren für die Mikrofluidik) aufgebaut und optimiert werden und damit das Thüringer Innovations- und Forschungspotential wesentlich verstärkt werden.

Die französische Arbeitsgruppe unter Prof. Karsten Haupt in Compiegne arbeitet bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung von MIPs zur spezifischen Detektion biologisch relevanter Stoffe aus der natürlichen Umgebung. Der Vorteil solcher Systeme liegt in der hohen Spezifität und der extremen Empfindlichkeit der MIPs im Vergleich zu anderen Gast-Wirt-Molekül-Wechselwirkungs-Nachweissystemen. Nicht nur für viele Erkrankungen wie Diabetes und auch Krebserkrankungen spielen Oberflächen-Glycoproteine von Zellen eine wesentliche Rolle. Auch für die Erkennung der Funktionalität der Zellen insbesondere in Bezug auf Abwehr von Krankheitskeimen sind diese offensichtlich entscheidend, wie die Arbeitsgruppe um Prof. José Kovensky an der Universität der Picardie zeigen konnte.

An der Fachhochschule Jena wird ein kompetentes Team, mit der Chemikerin Dr. Gülsiye Öztürk, den Doktoranden Stephanie Harz und Kay Dornbusch sowie mehreren studentischen Hilfskräften, die Forschungsarbeiten durchführen.

Neben dem positiven Effekt für die beteiligten regionalen Partner werden durch das Projekt die Kompetenzen und experimentellen Möglichkeiten in der Arbeitsgruppe von Prof. Feller wesentlich erweitert und weitere Qualifikationsarbeiten für Absolventen der FH Jena geschaffen. Auch für die Hochschule ist dies ein großer Gewinn, sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Ausbildung, als auch der besseren technische Ausstattung durch die Investmittel im Projekt.

Das dreijährige Projekt wird aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung finanziert und trägt das Akronym (Kurzwort) "Glycosense".

zuletzt bearbeitet: 24.04.2009 nach oben

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